730.000 Besucher im Erlebnispark Tripsdrill

Cleebronn  Trotz des durchwachsenen Saisonstarts mit kühlen Temperaturen und einem Sommer mit vielen heißen Tagen, zieht der Erlebnispark Tripsdrill positiv Bilanz.

Von unserem Redakteur Thomas Dorn

Trotz des durchwachsenen Saisonstarts mit kühlen Temperaturen fällt die Bilanz des Erlebnisparks Tripsdrill positiv aus. Deutschlands erster Freizeitpark rechnet bis zum Ende der Saison am 6. November mit insgesamt 730.000 Besuchern - 10.000 mehr als in der Vorsaison. "Damit sind wir sehr zufrieden", sagt Geschäftsführer Helmut Fischer mit Blick auf den Konkurrenzdruck in der Branche.

Das Wachstum liegt unter anderem in der zunehmenden Beliebtheit des Jahres-Passes begründet. 18.000 wurden ausgestellt - ein starker Zuwachs um 16 Prozent. Aber auch das Naturresort trägt zur positiven Zahlenentwicklung bei. In den baden-württembergischen Sommerferien verzeichneten die Übernachtungen in den 24 Baumhäusern und 20 Schäferwagen eine Auslastung von fast 100 Prozent. "Das zeigt uns, dass wir in die richtige Richtung gehen", so Andreas Fischer, Mitglied der Geschäftsführung.

Rekordmarke

Vor allem die Baumhäuser, die auch im Winter gebucht werden können, sind ein Hit. Bis zum Jahresende werden weitere vier fertiggestellt. Dann verfügt Tripsdrill beim Wildparadies über 222 Betten. Und bis Saisonende wird die Rekordmarke von 30.000 Übernachtungsgästen erwartet. "Das hat schon eine enorme Dimension erreicht", sagt Helmut Fischer. Die nächste Erweiterung des Baumhaus-Bestands hat er bereits im Hinterkopf.

Tripsdrill profitiert generell davon, dass immer mehr Urlauber "im Land" bleiben. Zugleich hat der Anteil der ausländischen Gäste erstmalig die 15-Prozent-Marke übertroffen. Neben den Nachbarn aus der Schweiz, Österreich, Frankreich oder den Benelux-Staaten machen sich auch Besucher aus weit entfernten Ländern auf den Weg ins Zabergäu: aus den USA, Saudi-Arabien, den Vereinten Arabischen Emirate und sogar China. Im Durchschnitt bleiben die Übernachtungsgäste 1,3 Tage.

Tagungen

Rechtzeitig zu den Sommerferien ist der neue Themenbereich um Tüftler "Karle Kolbenfresser" fertig geworden: das im Stil einer alten Fabrik gebaute Restaurant mit Platz für bis zu 300 Gäste sowie einem Tagungsraum für 120 Leute. Dieses Angebot sei "sehr gut angelaufen, sagt Helmut Fischer - "auch ohne große Werbung". Gleich daneben steht die Katapult-Achterbahn Karacho, einer der Anziehungspunkte des Erlebnisparks - und die neue Familienattraktion "Heißer Ofen". Da kann man mit nostalgisch gestalteten Motorrädern in die Steilkurve heizen.

Besuchermagnete waren erneut die "Pyro Games" und die "Schaurigen Altweibernächte": Das Grusel-Event im Oktober zählte 8500 Besucher. Beide Veranstaltungen wird es auch 2017 geben: Am 5. August messen sich wieder die Meister der Feuerwerkskunst. Und die Schaurigen Altweibernächte sind für die Freitage und Samstage 6./7. sowie 13./14. Oktober terminiert. Fürs kommende Jahr kündigt Helmut Fischer im Übrigen eine interaktive Neuheit an, mit der es "hoch hinausgeht". Mehr will er noch nicht verraten.

Erfolgreich verlief einmal mehr die DRK-Blutspendewoche im August: Einschließlich der diesjährigen Aktion kamen in den 15 Jahren 48 877 Spendewillige nach Tripsdrill, darunter 7465 Erstspender.

Saisonende

Bis einschließlich Sonntag, 6. November, ist der Erlebnispark noch täglich ab 9 Uhr geöffnet. Mit der Kürbisplünderung am letzten Tag schließt er seine Tore: Ab 16 Uhr können die Besucher so viele Kürbisse mit nach Hause nehmen, wie sie tragen können. Das Wildparadies ist in den Wintermonaten an allen Wochenenden, Feiertagen und während der Schulferien geöffnet.

Preis

Zum zweiten Mal in Folge wurde der Erlebnispark Tripsdrill mit dem European Star Award, dem "Oscar" der Freizeitparkbranche, als "Europas bester Themenpark" ausgezeichnet. "Darauf sind wir stolz", sagt Geschäftsführer Helmut Fischer", der den Preis bei der Fachmesse Euro Attractions Show in Barcelona entgegennahm. Damit werde auch unternehmerischer Mut anerkannt, freut sich Bruder Roland Fischer. Eine international besetzte, unabhängige Fachjury würdigt in insgesamt 13 Kategorien innovative Ideen.