360-Grad: Vorbereitung fürs Erlenbacher Weinfest

Erlenbach - Im neuen 360-Grad-Video gibt es Einblicke von den Aufbauarbeiten für das Erlenbacher Weinfest, das am Freitag beginnt. Chefredakteur Uwe Ralf Heer spricht über die neue B19-Ortsumgehung, Nahverkehrsdebatten sowie Freibadangebote und einen regionalen Bildungs-Check.

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Erlenbach - Mit jeder Minute nimmt die Betriebsamkeit zu. Rund 200 Helfer verwandeln den beschaulichen, von Fachwerk geprägten Erlenbacher Ortskern in die Kulisse für das größte Weinfest der Region Heilbronn. Am Freitag um 18 Uhr beginnt die viertägige Veranstaltung, die wieder zehntausende Besucher an den Kayberg führen soll. Am Mittwochnachmittag startet die letzte Vorbereitungsphase für das Erlenbacher Weinfest.

Arbeit

Verein um Verein karrt Stände oder Elemente für Überdachungen heran. Routiniert stellen die Aktiven des Männergesangvereins das Gerüst für ihren Pavillon auf. Das Team des DRK schraubt Stahl-Halterungen auf den gepflasterten Boden, um daran eine Holzkonstruktion zu befestigen. Dort, wo ab Freitagabend Blasmusik erschallt, geben heute Akkuschrauber den Ton an. Der Aufbau bedeutet zwar viel Arbeit, eine echte Herausforderung ist er für die 22 Vereine aber nicht mehr. Schließlich gibt es das Weinfest nun in seiner 34. Auflage. "In dieser Zeit hat sich viel eingespielt", sagt Cheforganisator Klaus Varga.

Anpacken beim Aufbau: Ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer wäre das Weinfest in Erlenbach nicht auf die Beine zu stellen.Foto: Brian Bailey
Das Weinfest ruht auf drei Säulen. Da ist zum einen der bekannte Zwiebel- und Peterlingkuchen. Schon am Mittwoch haben die Erlenbacher begonnen, das Backhaus auf Temperatur zu bringen. Die zweite Säule: Blasmusik. 16 Kapellen und zwei Chöre unterhalten die Besucher. "Die Nachfrage nach Auftritten ist sehr groß", sagt Peter Glaser, Schriftführer beim Musikverein. Es gebe eine lange Warteliste. "Das Programm für 2011 habe ich bereits im Kopf."

Neu dabei sind dieses Jahr die Stadtmusik Engen, der Musikverein Allfeld und die Musikkapelle Owingen. Der dritte Baustein gibt dem Fest seinen Namen: der Wein. Die Gäste können wählen zwischen insgesamt zwölf Sekten und 120 Weinen. "Sehr beliebt sind bei uns Weißherbste", erklärt Klaus Varga.

Eine Veranstaltung dieser Art kann nur überleben, wenn sich eine Gemeinde mit ihr identifiziert, wenn die Anwohner vier Tage lang viel Toleranz zeigen und mitfeiern. "Probleme in dieser Hinsicht haben wir nicht", versichert Klaus Varga. Ein solches Weinfest kann aber auch nur dann überleben, wenn genügend Vereinsmitglieder kräftig anpacken. "Wir können uns über mangelndes Engagement nicht beklagen", meint der Cheforganisator und Vorsitzende des Musikvereins. Der Trend, dass sich der Nachwuchs ausdünnt, sei allerdings auch in Erlenbach erkennbar. Die demografische Entwicklung mache eben auch vor der Kayberg-Gemeinde nicht Halt.

Klaus Varga und Peter Glaser sind sich einig, dass das Weinfest von allen Generationen getragen wird. "Das Alter reicht von 14 bis 94", sagt Glaser. Als ob sie diese Aussage beweisen wollten, arbeiten nebenan Großvater und Enkel Hand in Hand. Sie hängen Lichterketten auf. Am Freitagabend werden sie unter Strom gesetzt. So wie der ganze Ort.

Programm

Das Weinfest beginnt am Freitag um 18 Uhr mit Böllerschüssen. Ausgeschenkt wird ab 16 Uhr. Am Samstag und Montag öffnen die Vereine um 11 Uhr ihre Stände, am Sonntag um 10 Uhr. Die Schankzeiten sind bis 23 Uhr, am Samstag bis Mitternacht. An allen vier Tagen bietet das Fest ein umfangreiches Blasmusik- und Chorprogramm. So treten zum Beispiel die Musikvereine Talheim, Obergriesheim, Binswangen oder Eschenau auf. Am Samstag gegen 17 Uhr wird die Württembergische Weinkönigin erwartet.

Die Heilbronner Stimme berichtet am Samstag aktuell von der Festeröffnung. Am Montag gibt es Texte und eine Bilderseite. Auf stimme.de sind eine Bildergalerie und ein Videofilm vorgesehen. bor