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Ensemble glänzt mit virtuoser Musik

Heilbronner Bläserphilharmonie gastiert in der Offenauer Saline - Junge Musiker sind eine Klasse für sich

Von Peter Klotz
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Junge Spitzenmusiker in einem glänzend geführten Orchester sorgen für herausragende Leistungen.  Foto: Foto: Peter Klotz
"Danke, Marc Lange." Diese Ansage von Bürgermeister Michael Folk nach dem letzten Applaus sprach dem Publikum aus dem Herzen. Schließlich ist der Heilbronner Dirigent Geburtshelfer und engagierter Leiter dieses überragenden Klangkörpers. Sein Aufruf an die Könner in Holz und Blech fiel vor zwei Jahren auf fruchtbaren Boden. Was die rund 50 Musiker als Ergebnis von zwei konzentrierten Probenwochenenden präsentierten, hätte sicher mehr Musikliebhabern Freude bereitet. Darin waren sich die Kenner einig.

Die Einladung der Gemeinde ausgesprochen hatte die Kulturbeauftragte Alexandra Haag, die über das nötige Händchen und die Verbindungen zu erstklassigen Musikern verfügt. Schon das erste Stück entführte die etwa 60 Zuhörer in die lautmalerische Darstellung von Wolkenbildern des Japaners Tetsunosuke Kushida. Auch in den "Wehklagen des Erzengel Michael" von Gemba Fujita geht es darum, die japanische Tonsprache in westlich-symphonischer Art umzusetzen.

Die teilweise sehr überraschenden sphärischen Klänge schildern dabei zum einen das Wehklagen Michaels beim Kampf gegen das Böse und zum anderen die Hoffnung und Sehnsucht nach einer friedvollen, besseren und schöneren Welt.

Die Heilbronner Bläserphilharmonie ist in allen Registern stark besetzt. Ihr Auftritt in der Saline hätte mehr Zuhörer verdient.  Foto: Foto: Peter Klotz
Herausragend war hier Eva Baur mit einem glänzenden Solo an der Piccolo-Flöte. Mit gregorianischen Gesängen eröffneten die männlichen Musiker dann Yashuhide Itos "Gloriosa", die Synthese japanischer Volksmusik und traditioneller Kirchenmusik.

Im zweiten Teil zelebrierten die Musiker zunächst "Tears" des Amerikaners David Maslanka. Mit speziellen Klängen, komplizierten Rhythmen und großen Spannungsbögen erzählt er von der Zerstörung der afrikanischen Kultur durch die Europäer. Das Werk des symphonischen Jazz, Gershwins "Rhapsody in Blue" bildete dann den strahlenden Schluss des Programms. Hier war das Orchester in langen Phasen zur Untätigkeit bestimmt und lauschte ebenso gebannt wie die Zuhörer dem glänzenden Klavier-Solopart Johannes Mittls.

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