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Stolz auf den Zusammenhalt

Bürgermeister Michael Folk bewirbt sich am 27. März für seine dritte Amtszeit

Von Claudia Kostner
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Lesezeit  2 Min
Stolz auf den Zusammenhalt
Seit 16 Jahren lenkt Michael Folk die Geschicke seines Heimatorts. Mitbewerber am Wahlsonntag sind Johannes Müllerschön und Rüdiger Widmann.Foto: Dennis Mugler

Offenau - Als Michael Folk 1994 nach dem Tod von Johann Michl die Entscheidung traf, in Offenau zu kandidieren, "stand nicht im Vordergrund, Bürgermeister sein zu können, sondern die Gemeinde, in der ich geboren bin, mitzugestalten". Das ist das, was den Amtsinhaber bis heute motiviert und antreibt. Am Sonntag, 27. März, stellt er sich zum dritten Mal zur Wahl.

Fairness Er ist ein echtes Offenauer Eigengewächs: Während seiner Ausbildung zum Diplom-Verwaltungswirt (FH) hat Folk im Rathaus gelernt, war dort ab 1986 Hauptamtsleiter und saß zuvor zwei Jahre für die SPD im Gemeinderat. "Trotz der Tatsache, dass ich die Leute im Ort kenne, war es mir von Anfang an wichtig, alle gleich zu behandeln", betont der Ehemann und zweifache Vater. "Das habe ich bis heute konsequent durchgehalten." Auch deshalb verbringt er seine Freizeit nicht im Verein, sondern am liebsten in Haus und Garten oder auf Reisen.

In 16 Jahren hat Folk "Höhen und Tiefen" erlebt. Eines der beiden drängendsten Probleme ist gelöst: Seit 2003 ist die Neckartalgemeinde vor Hochwasser geschützt. Problem Nummer zwei, der Verkehr auf der Bundesstraße 27, wird die Kommune wohl noch Jahrzehnte beschäftigen. Den Bund dazu zu bringen, die geplante Ortsumfahrung im Osten in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu befördern, ist das eine für den Kommunalpolitiker, der seit 1999 auch Kreistagsmitglied ist.

Zum anderen sind da die greifbareren Dinge: "Tempo 30 ist richtig, das bringt mehr Sicherheit für uns Offenauer", betont der Bürgermeister. Auch eine Verkehrsuntersuchung, begleitet von einer städtebaulichen Betrachtung, soll die Situation "er- und verträglicher machen". Das sei realistisch, wann gebaut wird, sei nicht absehbar. "Versprechungen sind nicht mein Ding", das ist einer seiner Grundsätze.

Ein harter Schlag war es, als Südzucker 2006 keine Gewerbesteuer mehr zahlte. Erst jetzt habe Offenau die Talsohle durchschritten, sagt Michael Folk. Er selbst sei aus der Krise gestärkt herausgegangen: "Wenn man auch in schweren Zeiten die Unterstützung der Bürger spürt, dann ist das die Messlatte für Bürgermeister und Gemeinderat. Unser Ort hat gezeigt, er hält zusammen. Darauf bin ich stolz."

Alles da Zufrieden blickt er auf Geleistetes zurück, das es in Zukunft zu erhalten gelte: Bauprojekte, von der Saline bis zum Multifunktionsgebäude, aber auch Gewerbeansiedlungen und Landschaftspflegerisches. "Die Infrastruktur ist für eine Gemeinde mit 2700 Einwohnern außergewöhnlich. Eigentlich fehlt in Offenau nichts", findet Folk.

Zurzeit konzentriert sich alles auf die Umsetzung der Ganztagsbetreuung, der Kindergarten Arche Noah wird umgebaut, St. Anna soll folgen. Das belastet den Haushalt zusätzlich. Mit drei Millionen Euro wird Offenau Ende 2011 in der Kreide stehen. "Der Schuldenabbau ist das Ziel der nächsten Jahre."

 
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