„Gemeinsam die Nummer eins sein“

Konstituierende Sitzung der Sport Union - Rolf Härdtner übernimmt Vorsitz

Von Ute Plückthun

„Gemeinsam die Nummer eins sein“
Ein fünfköpfiges Vorstandsteam wird die Geschicke der neu gegründeten Neckarsulmer Sport Union lenken.Foto: Ute Plückthun

Neckarsulm - In ruhigen Bahnen verlief die konstituierende Sitzung der neu ins Leben gerufenen Neckarsulmer Sport Union: Einigkeit herrschte im Genossenschaftsheim bei den ehemaligen Mitgliedern der Sportvereinigung (SVN) und der Sportfreunde (SpfN) während der Wahl ihrer neuen Vorstandsvertreter.

In seinem Rückblick formulierte der frühere Vorstand der SVN, Martin Dorsch, was er sich von der Fusion erhofft: mit der Sport Union „die Nummer eins in der Region“ zu sein. Auch der ehemalige SpfN-Chef Bernhard Herrmann betonte: „Jetzt sind wir beieinander und müssen nur noch wollen, dann ist vieles möglich.“ Trotz unterschiedlicher Strukturen habe man zusammen gefunden.

Mister Sport Zum neuen ersten Vorsitzenden wählten die Mitglieder bei einer Enthaltung Rolf Härdtner, den Versammlungsleiter Erhard Klotz als „Mister Sport in Neckarsulm“ bezeichnete. Auch der Ex-OB begrüßte, dass man nach acht Jahren intensiver Fusionsgespräche eine Basis gefunden habe, auf der sich „manches besser ausrichten“ lasse. Die aus den Reihen der SpfN vorgeschlagene Birgit Barnhart lehnte das Amt ab.

„Wir waren noch nie so gut aufgestellt wie jetzt“, sagte der neue Vorstand und unterstrich den Willen, weiterhin die „Sporthauptstadt der Region“ zu bleiben. Die Ausschreibung der Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers solle dazu beitragen. In Zukunft müsse der Verein verstärkt auf die demographischen Verhältnisse reagieren: Angebote sollten bisher wenig beachtete Bereiche wie den Gesundheitssport abdecken. Durch Kurse am Vormittag mit eventueller Kleinkinderbetreuung müsse man alte Strukturen erweitern. „Wir brauchen Platz für die, die sich nur bewegen wollen“, glaubt Härdtner.

Die Arbeit mit der „Jugend als unsere Zukunft“ sei in allen Sparten auszubauen: Um jungen Leuten sportliche Herausforderungen zu bieten, müsse ein besonderes Augenmerk auf dem Leistungssport liegen. „Sonst wandern sie irgendwann ab und sind für uns verloren“, sagte Härdtner. Auch die Integration von ausländischen Jugendlichen müsse betrieben werden.

Mit der neuen Saison sollen alle Sportler in Trikots mit dem Aufdruck „NSU Neckarsulm“ antreten. An eine Erhöhung des Jahresbeitrags von 55 Euro ist vorläufig nicht gedacht, auch wenn Härdtner deutlich machte, dass der Vereinssport mit hohen Kosten verbunden sei.

Vorteile „Die Fusion kann nur Vorteile bringen“, glaubte Bruno Krämer, der als SV-Mitglied seit 62 Jahren mit den Handballern verbunden ist. Jugendleiterin Tina Riek-Hessenthaler stimmte zu: „Es gibt jetzt mehr Übungsleiter, da kann die Last auf mehrere Schultern verteilt werden.“ Armin Bauder glaubt an eine bessere Hallenausnutzung.

Auch die Sportfreunde sehen der Zukunft freudig entgegen. „Es ist gut, dass getrennte Wege zusammengeführt sind“, sagte Alfred Heckmann. Reiner Donant, Großvater dreier SV-Mitglieder, war sicher: „Die Rivalität von früher ist vorbei.“