Ein klares Auge und stets einen frischer Pinsel parat

Bilderbörse und kunstgewerbliche Ausstellung: Vom Puppenhaus bis zum Ölgemälde

Von Edgar Herterich

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Phantasievolle menschliche Figuren aus „umgarnten“ Zeitungen. Ein Beispiel aus der vielfältigen Ausstellung in der Otto-Klenert-Realschule.Foto: Edgar Herterich

Bad Friedrichshall - Die zweitägige Bilderbörse und die kunstgewerbliche Ausstellung in der Otto-Klenert-Realschule Bad Friedrichshall waren am dritten Oktober-Wochenende ein besonderes Mosaiksteinchen in der Reihe der vielfältigen Veranstaltungen. Dabei präsentierten 27 Bad Friedrichshaller Hobbykünstler ihre schönsten Werke, die sie daheim im stillen Kämmerlein mit viel Talent, handwerklichem Geschick, Geduld und Akribie geschaffen haben. Zur breiten Ausstellungspalette gehörten beispielsweise Acryl-, Öl- und Dispersionsfarbengemälde, Aquarelle, Bleiverglasung, gestickte oder gehäkelte Decken, NSU-Fahrzeugmodelle, Puppenhäuser und Weihnachtskrippen. Die teilnehmenden Künstler Gerhard und Renate Bauer, Werner und Thea Baumann, Alfons und Waltraud Bieser, Manuela Denz, Margit Dignaß, Marjan Edelburg, Wilfried Eigemeier, Elisabeth Ender, Victoria Haller, Marlies Hümpfner, Iris Ladenburger, Karlheinz Kappes, Brigitte Majlik, Marita Mantei, Werner Neff, Marga Renz, Lothar Richter, Werner Schweitzer, Carmen Tominski, Birgitt und Rolf Thoma, Gregor Trui, Heike Veitz, Helga Weber boten ihre Werke auch zum Kauf an.

Die Vernissage umrahmte ein Gitarrenensemble der Musikschule Unterer Neckar mit amerikanischer, argentinischer und spanischer Musik. Bürgermeister Peter Dolderer begrüßte unter den zahlreichen Besuchern vor allem die Aussteller der 160 Bilder und der vielen kunsthandwerklichen Arbeiten. Er war erstaunt „über die vielen Hobbykünstler in der Stadt, die sich Zeit nehmen, vom Alltag abschalten, kreativ sind und Freude haben bei der sinnvollen Freizeitbeschäftigung, die nur Freude bereitet.“

Im Namen der Künstler bedankte sich Marga Renz bei der Stadtverwaltung für die Möglichkeit, ihre Werke zu zeigen, Mit launigen Worten verriet sie wie und wo die Kunstwerke entstanden sind oder entstanden sein könnten. Zusammenfassend sagte sie: „Ein guter Hobbykünstler braucht vier Dinge: ein weiches Herz, ein klares Auge, eine leichte Hand und immer einen frisch gewaschenen Malpinsel“. Auch nach der Vernissage und an den beiden öffentlichen Ausstellungstagen bestaunten viele Besucher die Exponate und kamen mit den Künstlern ins Gespräch.