Das Ende der Vakanz

Siegbert Denk und Hermann Maier als neue Pfarrer eingeführt

Von Ute Plückthun

Das Ende der Vakanz
Gemeinsam haben sie die Amtseinführung gefeiert: Walter Keppler (evangelischer Pfarrer), Helmut Kappes, Siegbert Denk, Hermann Maier (alle katholische Pfarrer) und Oberbürgermeister Joachim Scholz (von links).Foto: Ute Plückthun

Neckarsulm - Die Zeit der Vakanz ist zu Ende: Fünf Monate nach dem Abschied von Dekan Dr. Uwe Scharfenecker hat die Kirchengemeinde St. Dionysius wieder eine eigene Leitung. Mit einem feierlichen Festgottesdienst vor zahlreichen Gläubigen in der Pfarrkirche unter Leitung von Pfarrer Siegbert Pappe fand die Investitur von Pfarrer Siegbert Denk statt, Hermann Maier wurde als Pfarrvikar ins Amt eingeführt. Beide werden für die Kirchengemeinden St. Dionysius in Neckarsulm mit den Teilgemeinden Ober- und Untereisesheim, Pax Christi und St. Remigius, zuständig sein.

„Der Herrgott und der Bischof müssen Neckarsulm mögen, dass sie uns gleich zwei Pfarrer schicken“, versicherte Hermann Berthold, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats St. Dionysius bei der Einsetzungsfeier im Gemeindehaus St. Paulus, die der Kinderchor und das Kolping-Blasorchester musikalisch begleitet haben. Pfarrer Helmut Kappes, der fünf Monate lang gleich mehrere Kirchengemeinden führen musste, unterstrich seine Freude mit dem Wissen, „was es bedeutet, keinen Pfarrer zu haben“. Er lobte das Engagement der Gläubigen, warnte aber auch vor übereilten Erwartungen an die beiden neuen Pfarrer.

Weizenfeld Kirchengemeinderätin Andrea Winter von St. Remigius in Dahenfeld brachte die Hoffnung zum Ausdruck, sich „stets aufeinander verlassen“ zu können, während Kollegin Brigitte Eberhard von Pax Christi in Amorbach den Pfarrern in Aussicht stellte, „wie in einem riesengroßen Weizenfeld viel bewegen zu können“.

„Bei 8000 Gläubigen kann man sich nicht in einem halben Jahr einleben“, relativierte Oberbürgermeister Joachim Scholz. Auch wenn er als evangelischer Christ „nicht zum Beichten kommen“ werde, versicherte er: „In Neckarsulm ziehen wir an einem Strang.“ Auch Pfarrer Walter Keppler, erster Vorsitzender der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Neckarsulm, betonte das offene Aufeinander zugehen und die „Gemeinschaft der Glaubenden unterschiedlicher Traditionen“. Ökumene sei „Verantwortung und Verpflichtung, die in erster Linie gelebt werden muss“.

Zusammenarbeit Keine Veränderungen von heute auf morgen versprach Pfarrer Denk in einem „Bemühen um gute Zusammenarbeit“. Er wolle sich bewusst Zeit lassen. „Die Person Jesus Christus zu vermitteln im Blick auf den Menschen“ kennzeichnet er als sein Hauptanliegen, die „Liturgie als ernsthaftes, wesentliches Thema für den Glauben“ sei ihm wichtig.

Als Pfarrer im Alltag unterstreicht er jedoch auch seine humorige Art: „Bei mir muss es nicht todernst zugehen, ich kann mich auch mal selbst auf die Schippe nehmen.“ Folglich gestand er unumwunden ein: „Bei der Messe brauche ich ein Podestle, sonst komme ich nicht ans Tabernakel.“

Aus Denks altem Kirchenbezirk sind einige Gemeindemitglieder zur Amtseinführung gereist: „Die Messen macht er alle so schön“, schwärmt Hildegard Bader aus Erfahrung.