Dank an die Limesforscher

Bad Friedrichshall - Dr. Stephan Bender vom Limesinformationszentrum Baden-Württemberg sprach bei der Volkshochschule Unterland in Bad Friedrichshall über die diesjährigen Erfolge der Erforschung des Limes. Zudem dankten er und Carola Hubert dem Ehepaar Hans und Ernie Riexinger aus Kochendorf für die wertvolle Unterstützung der Forschungsarbeiten.

Dank an die Limesforscher
Das Ehepaar Hans und Ernie Riexinger (Mitte) wurden vom Limesinformationszentrum Baden-Württemberg geehrt.Foto: privat

Bad Friedrichshall - Dr. Stephan Bender vom Limesinformationszentrum Baden-Württemberg sprach bei der Volkshochschule Unterland in Bad Friedrichshall über die diesjährigen Erfolge der Erforschung des Limes. Zudem dankten er und Carola Hubert dem Ehepaar Hans und Ernie Riexinger aus Kochendorf für die wertvolle Unterstützung der Forschungsarbeiten. Hans Riexinger hatte 1962 einen römischen Steinturm am Riedweg bei Kochendorf entdeckt und der Wissenschaft bei der Erforschung der neuen Limeslinie im Vorfeld des Neckars damit den Weg gewiesen.

Im Mai dieses Jahres hatte der Luftbildarchäologe Otto Braasch den Graben eines Kleinkastells nördlich der Jagst bei Bad Friedrichshall-Duttenberg fotografiert. Hier wurde schon seit Ende des 19. Jahrhunderts ein kleines Kastell vermutet. Etwas weiter südlich zeigen sich im Luftbild die Strukturen einer Straße. Diese kam wohl von Offenau und passierte bei Duttenberg den Limes. Die Altfunde des 19. Jahrhunderts gehören − wie jetzt deutlich wurde − zu einer kleinen Ansiedlung, die sich beim Kleinkastell Duttenberg am Limesübergang entwickelt hatte.

Schnurgerade

An dieser Stelle endet der Odenwaldlimes an der Jagst. Neue Erkenntnisse zeigen, dass dort ein neuer Limesabschnitt begann, der mindestens bis in den Raum Heilbronn führte. Auch dieser Neckarlimes war mit Türmen, Holzpalisaden und Kleinkastellen bewacht. Auf einer Gesamtstrecke von 4,5 Kilometern konnte 2011 der Verlauf des Neckarlimes zwischen der Jagst und dem Attichsbach genau festgelegt werden.

Dabei stellte sich heraus, dass die Palisade zwischen den beiden Gewässern schnurgerade verlief. Zudem wurden im Zuge der Untersuchungen 2011 bei Jagstfeld auf der ersten Anhöhe südlich der Jagst die Spuren eines Holz- und eines Steinturms entdeckt. red