Akrobatischer Bahnhofsalltag

Projekt am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium - Beifall von der Schulamtspräsidentin

Von Rudolf Landauer

Eine eigenwillige „BewegungsART“ beim Krankentransport demonstrierten die Einradfahrerinnen im Wartesaal des Bahnhofes.Foto: Rudolf Landauer

Bad Friedrichshall - Die Bahn und die Streiks der Lokführer sind momentan in aller Munde. In Bad Friedrichshall kam jetzt eine weitere, aber deutlich unterhaltsamere Bahn-Komponente hinzu. „BewegungsART“, nennt sich ein Projekt am Friedrich-von-Alberti-Gymnasium, das in vier Aufführungen den überzeugenden Beweis lieferte, dass sich Bahn- sowie Bahnhofsalltag mit atemberaubenden Tänzen und Akrobatik verbinden lassen. Vor allem, wenn es so überzeugend und gekonnt präsentiert wird, wie an dieser Bad Friedrichshaller Bildungsstätte.

Respekt Was die rund 50 Schülerinnen und Schüler und einige Lehrer in einem Jahr Vorbereitung geprobt und choreographiert haben, verdient Respekt. Den bekamen die Akteure sogar von hoher Stelle gezollt. Bei einer Aufführung war sogar die Schulamtspräsidentin des Stuttgarter Regierungspräsidiums, Dr. Margarete Ruep, dabei und war voll begeistert. Darüber freute sich Schuldirektor Wolfgang Haffelder besonders . Er war mächtig stolz auf die Leistungen der „BewegungsART“.

Turbulent In Bahnhöfen und Wartehallen geht es meist turbulent zu, sagten sich die Programmmacher wohl und stellten eine Wartehalle mit Bahnbediensteten, Kiosk, Fahrplanauskunft, Reinigungspersonal und natürlich Reisende in den Mittelpunkt des Geschehens. Zwar zeigte die Uhr der Bahn fünf vor zwölf an, dennoch schlug es für niemanden zwölf.

Außer für die Bahn natürlich, die mal wieder den Fahrplan nicht einhielt. So musste eine Schülerin bis zum Ende auf ihren Freund aus Berlin warten, der dann gar nicht kam. Der letzte Brief landete deswegen zerrissen in den Gleisen. Aber da war doch noch der fleißige Bahnbedienstete, der zuvor äußerst streng auf Ordnung achtete.

„BewegungsART“ zeigte, was man unter der Art ihrer Bewegung versteht. Mit dem Einrad, mit dem Devil Stick, als Rapper oder mit dem Diabolo, die Vorführungen hatten Showcharakter. Schade dass die Decke über der Bühne dem Bewegungsdrang eine Obergrenze gab, denn die Akrobaten kamen ihr bei ihren Menschenpyramiden und Tänzen sehr nahe. Auch das wurde gemeistert.

Rhythmischer Tanz, Jonglagen mit Bällen, Keulen, Hüten und Tüchern rissen die Zuschauer zu Szenenapp-laus hin, der sich am Ende zu einem tollen Schlussapplaus steigerte.