Akkordeon hat viele Facetten

Harmonika-Club feierte seinen 50. Geburtstag

Von Ute Plückthun

Akkordeon hat viele Facetten
Sie hatten Grund zum Strahlen, die langjährigen treuen Mitglieder, die beim Jubiläum ausgezeichnet wurden.Foto: Ute Plückthun

Neckarsulm - An ihren Eintritt in den Harmonika-Club vor 50 Jahren kann sich Edith Schenk noch genau erinnern: Ein Jahr hatte sie bereits bei einem Privatlehrer gelernt, als sie sich im Mai 1959 bei dem frisch gegründeten Verein bewarb. Ihre Aufnahmeprüfung beim damaligen Vorsitzenden und Musiklehrer Erwin Kühlmann mit dem Lied „Die Himmel rühmen“ bestand die Spielerin eines Knopfgriffakkordeons mit Bravour. Ihre Mitgliedschaft hat sie nie bereut: „Bei uns ist immer was los. Das Musizieren macht sehr viel Spaß, und wir sind eine schöne Gemeinschaft.“

Mit zahlreichen Gästen feierte der Club seinen runden Geburtstag im Foyer der VHS. In seiner humorvollen Rede meinte Vorsitzender Rainer Müller: „Musik ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Der Eintritt in einen Verein ein prägendes Erlebnis.“ Er unterstrich auch den verbindenden Charakter der Musik, die beim Harmonika-Club aus zwölf Mitgliedern sechs Ehepaare gemacht habe.

Großes Lob Oberbürgermeister Joachim Scholz lobte den am 24. Februar 1959 gegründeten Verein für seine zahlreichen Auftritte. Auch wenn „es mit dem Nachwuchs schwierig wird“, sei der Club, der stets mit Volksmusik, Folklore, Rock, Pop und Klassik eine breite Palette zu bieten habe, „aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken“.

SPD-Landtagsabgeordneter Reinhold Gall bedankte sich für das aktive Vereinsleben und die Jugendarbeit, sein CDU-Kollege Dr. Bernhard Lasotta betonte darüberhinaus „Leidenschaft und Herzblut, die in diesem Verein herrschen“.

„Das Akkordeon hat viele Falten und ist doch ewig jung“, unterstrich Müller und wies „abwertende Benennungen des Instruments als Schifferklavier, Quetschkommode oder Walzenpresse“ zurück. Dass Harmonikamusik mehr ist als Volksmusik, machte das erste Orchester unter Leitung von Ulrike Kowalski eindrucksvoll deutlich: Mit dem „Triumpfmarsch“ von Verdi, dem „Tango Ole Guapa“, „Welcome to Venice“, dem Säbeltanz und „Pomp and Circumstance“ zeigte es sein Können. Die 33 Mitglieder des ersten Orchesters sowie accordeon ensemble und Schülerorchester unter Ferdinand Anclin kommen am 21. März um 19.30 Uhr zum Einsatz beim Jahreskonzert in der Ballei.

Ehrungen „Das Musizieren schafft Menschlichkeit, verbindet junge und ältere Menschen und ermöglicht den notwendigen entspannenden Ausgleich“, sagte Gerhard Meißer, Bezirksvorsitzender des Deutschen Harmonikaverbands.Mit Rainer Müller ehrte er Mitglieder. Bei den aktive Mitglieder für 15 Jahre Heidrun Sartorius, Inge Bleiziffer, Karin Bleiziffer, Klaus Trütsch; für 25 Jahre Carmen Akkermann, Erika Benda, Simone Müller, Jochen Schädel; für 50 Jahre Rolf Ebert, Edith Schenk, Helmut Schenk, Rainer Müller, für 15 Jahren Dirigieren Ferdinand Anclin und Ulrike Kowalski. Die Ehrungen der Passiven: für 25 Jahre Iris Feyrer, Karlheinz Fischer, Hannelore Korb; für 40 Jahre Emma Härdtner; für 50 Jahre Otto Bauer, Alfred Schmitt, Hannelore Schädel, Peter Wiedmann, Helmut Steinhauser, Otto Braun, Hildegard Berthold und Hildegard Harasztosi .