Mehr Platz für Schüler und Lehrer

Neckarwestheimer Grundschule wird für 1,2 Millionen Euro erweitert - Zuschuss von Süwag-Stiftung

Von Uwe Mundt

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An diesen Hang zwischen bestehendem Schulgebäude und den Parkplätzen der Reblandhalle soll nach dem Planungsvorschlag des Büros Mattes und Eppmann der Erweiterungsbau der Grundschule hingestellt werden. (Foto: Uwe Mundt)

Klar ist: Vom Land wird die Gemeinde für die Schulerweiterung keinen Zuschuss erhalten. Für die gegenwärtige Schülerzahl von rund 180 ist das Raumangebot ausreichend, gab Bürgermeister Mario Dürr die Ansicht des Oberschulamtes wieder. Engpässe gebe es freilich, so der Rathauschef, im Lehrerzimmer durch Vergrößerung des Lehrerkollegiums, im Sekretariat und bei der verlässlichen Grundschule. Die ist gegenwärtig im Übungsraum der Reblandhalle untergebracht. Das Zimmer unter der Hallenbühne wird allerdings auch vom Musikverein genutzt. Außerdem ist im Raum, der einmal die Schulküche war, der Computer-Unterricht angesiedelt.

Ganz allein wird die nicht ganz arme Gemeinde die Erweiterung nicht finanzieren müssen. Die Stiftung des Stromversorgers Süwag - hervorgegangen unter anderem aus der früheren Kraftwerk Altwürttemberg AG (Kawag) - hat eine Zuwendung von 67 000 Euro zugesagt, von denen laut Kämmerer Walter Link 60 000 Euro bereits eingegangen sind. Außerdem enthält der Haushalt für das laufende Jahr schon eine erste Rate von 300 000 und einen Ausgaberest von 5000 Euro.

Was sich Architekt Stefan Mattes für die Erweiterung ausgedacht hatte, rief unter den Gemeinderäten beifälliges Nicken hervor: In einem mehrteiligen Baukörper, der an den Hang gegen die Parkplätze der Reblandhalle gesetzt werden soll, werden künftig Lehrerzimmer, Rektorat und Sekretariat untergebracht. Dazu kommen die Schulbibliothek, ein Sanitätszimmer, ein Elternsprechzimmer und ein Lehrmittelraum. Und schließlich wird in dem Komplex der Kernzeit-Betreuungsraum eingerichtet für diejenigen Grundschüler, die zwischen 7 und 13.30 Uhr auch außerhalb des eigentlichen Unterrichts sinnvoll beschäftigt werden. Für sie wird die Schulküche im bisherigen Lehrerzimmer eingerichtet.

Die massiven Bauteile des Komplexes sollen nach dem Mattes-Vorschlag in Sichtbeton ausgeführt werden. Ansonsten ist eine Glas- und Metallfassade vorgesehen. Wie im seitherigen Schulgebäude sind hölzerne Bodenbeläge geplant. In einem weiteren Bauabschnitt soll der ehemalige Erweiterungsbau - der das schneckenförmige Haupthaus hangabwärts halbkreisförmig umgibt - so angeschlossen werden, dass Schüler und Lehrer beide Gebäudeteile trockenen Fußes erreichen können. Bisher müssen sie, um vom einen zum anderen Teil zu kommen, ins Freie. Mattes schlug einen geschlossenen Gang aus Plexiglas vor.

In einer der nächsten Sitzungen wird der Gemeinderat das Architekturbüro mit der endgültigen Planung beauftragen. Den Zeitplan nannte Bürgermeister Mario Dürr ehrgeizig: Angestrebt wird, mit den Bauarbeiten im Frühherbst 2005 zu beginnen und den Rohbau noch vor dem Winter fertig zu haben. Die Arbeiten können, da sie an der bestehenden Schule nichts verändern, auch während der Unterrichtszeit ausgeführt werden.