Wunsch geht in Erfüllung

Neipperger Kirchengemeinde weiht neues Kunstglasfenster ein

Von Gerhard Dubinyi

Wunsch geht in Erfüllung
Einweihung des Kunstglasfensters in der Katharinen-Kirche in Neipperg mit Ursula Hettinger, Frank Barth, Monika Wiegandt, Wolfgang Nickel und Helmut Liebs (von links).Foto: Gerhard Dubinyi

Brackenheim - Vor 70 Jahren, bei der Generalsanierung der Katharinen-Kirche in Neipperg, äußerten die Gemeindeglieder den Wunsch, im Chorraum ein Kunstglasfenster zu bekommen. Jetzt ging der Wunsch in Erfüllung. Im Rahmen eines Festgottesdienstes wurde es eingeweiht. Glaskünstler Wolfgang Nickel aus Thüringen fertigte das Fenster.

Die aufgehende Sonne schien von Osten her durch das neue Kunstglasfenster ins Kirchenschiff. Für die Gottesdienstbesucher stand weiter der Altar mit Jesus am Kreuz im Vordergrund. Den Hintergrund, die Auferstehung und das Eins werden mit Gott, stellt hierzu jetzt das neue Fenster dar. Dies war der tiefere Sinn, den der Kirchenfenster-Ausschuss dem Künstler Wolfgang Nickel mit auf den Weg gegeben hatte.

Finanzierung Bei der Frage nach der Finanzierung waren Frank Barth und Ursula Hettinger in dem Ausschuss die treibenden Kräfte. Monika Wiegandt aus Stuttgart wurde als Stifterin gefunden, anschließend Wolfgang Nickel als Künstler. Monika Wiegandt übernahm schließlich die Hälfte der rund 10 000 Euro. Mit den Spenden aus der Gemeinde, von der Volksbank Brackenheim-Güglingen und Zuwendungen aus dem Topf des Gesprächskreises, wurde die andere Hälfte finanziert. Für den Künstler selbst war das Ganze ein langwieriger Prozess. Es galt, die Gläser so zu formen und zu entwickeln. Nun präsentiert es sich mit seinem hellen, gegensätzlichen Farbenspiel. Das Fenster soll Hoffnung auf die Auferstehung und einen neuen Morgen ausdrücken. Warm und gelb dringt das Licht durch das Fenster. Unbewegt erscheint die orangene Fläche. Für die Stifterin weist das künstlerisch gestaltete Chorfenster auf die Auferstehung von Jesus Christus hin. Ausdrücken würde dies seine leuchtende Farbigkeit mit dem aufstrebenden Lichtstrom auf die Zeit nach dem Kreuzestod.

Auf Gott bezogen Für sie ist es ein auf Gott bezogenes Fenster. Gleichzeitig sei es aber auch das Ergebnis und der Ausdruck von gutem und schönem Handeln von Menschen. Wiegandt war über Helmut Liebs zur lebendigen Gemeinde Neipperg gestoßen. Es habe sich eine aufgeschlossene Kooperation mit Mitgliedern der Kirchengemeinde entwickelt, die sie und der Künstler noch nicht erlebt hätten. Somit sei nun nicht nur das dunkle Fenster ausgetauscht worden, sondern es sei auch etwas Vorbildliches geschehen, das Schule machen sollte.