Schlossumbau für die Weinzeit ist gesichert

Landtagsabgeordneter Ingo Rust besucht Heuss-Stadt − Zusagefür Kostenbeteiligung gegenüber Bürgermeister Kieser bestätigt

Von Birgit Riecker

Schlossumbau für die Weinzeit ist gesichert
Der Brackenheimer Bürgermeister Rolf Kieser (links) zeigt Finanzstaatssekretär Ingo Rust (SPD) das Schloss.Foto: Birgit Riecker

Brackenheim - Für Bürgermeister Rolf Kieser ging"s beim Besuch von Finanzstaatssekretär Ingo Rust (SPD) um sehr viel. "Ich möchte heute erfahren, ob das Land zu seiner Finanzzusage für die Weinzeit im Schloss" steht", sagte er, als er auf den Landtagsabgeordneten wartete. "Die Kostenschätzung beläuft sich auf 2,5 Millionen Euro. Davon hat das Finanzministerium eine halbe Million zugesagt."

Da Rolf Kieser aber weiß, was sich gehört, fiel er nicht gleich mit der Türe ins Haus. Er erläuterte seinem Gast zunächst die Pläne fürs Schloss. Rust schmunzelte: "Ich habe gehört, da gab es Probleme mit dem Denkmalschutz, die aber jetzt ausgeräumt sind?" Rolf Kieser erholte sich schnell von seiner Überraschung: "Ja, am Montag hat der Wein-Ausschuss nichtöffentlich getagt und eine einhellige Empfehlung für den Gemeinderat getroffen."

Entwurf Die Empfehlung für den Entwurf des Büros von Professor Christine Remensperger sieht vor, dass die Brücke über den Graben unangetastet bleibt. Das war die wichtigste Forderung des Landesdenkmalamts. Der Anbau, in dem bis vor einem Jahr die Polizeistelle untergebracht war, wird abgerissen und ein neuer Anbau mit der gleichen Höhe wie das bestehende Gebäude errichtet. Eine Dachterrasse markiert einen Einschnitt zum Flachdachanbau. Die Erweiterung zum Graben hin erfolgt im Untergeschoss, so wird ein ebenerdiger Eingang geschaffen. Die Ausstellung im Keller des Schlosses wird über eine Küche im Zwischengeschoss ebenso angebunden wie die Gastronomie, die im Dachgeschoss noch zusätzliche Räume bekommt.

Rust, der in den Keller stieg und sich die Pläne anschaute, zeigte sich begeistert. "Das ist eine tolle Sache, aber ist der Betrieb auch gesichert?" wollte er wissen. "Wir wollen dabei nichts verdienen", betonte Kieser. Die Konzeption sei mit dem Gaststättenverband abgestimmt und solle zudem mit einer einladenden Umgebungsplanung und -bepflanzung gefördert werden.

"Also dort, wo es verbindliche Zusagen gibt, rühren wir nicht daran", sagte Rust. "Unser Problem ist, dass die alte Regierung eine Haushaltsplanung hinterlassen hat, wo viel versprochen, aber wenig finanziert ist." Kieser ist erleichtert. "Dann können wir also 2012 anfangen und im Herbst 2013 fertig sein."

Krankenhaus Auch SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges und Michael Knüppel, einer der beiden Kaufmännischen Direktoren der SLK, durften sich über den Besuch von Ingo Rust freuen.

In einem einführenden Gespräch mit anschließendem Klinikrundgang konnten sie alle Probleme und Widrigkeiten im Krankenhauswesen ansprechen und stießen auf einen aufmerksamen Gast. Dessen Eindruck: "Die Klinikleitung legt sich hier wirklich rein. Ich bin zuversichtlich, dass es gelingt, das kleine Krankenhaus langfristig zu sichern. Der eingeschlagene Weg ist der richtige," sagte Rust.