Veranstalter reiben sich die Hände

Viele Ausflügler mit dem Rad oder zu Fuß bei den Mai-Festen unterwegs

Von Josef Staudinger

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Veranstalter reiben sich die Hände
Heringsbrötchen und Forellen waren die Renner beim Bachfest des Leingartener Fischereivereins. Mit dem Besuch war der Verein in diesem Jahr sehr zufrieden.Fotos: Josef Staudinger

Leintal - Das Sprichwort "Der April macht, was er will", passte 2011 nicht so richtig ins Klischee. Der "vorgezogene Sommer" kam Ende des Monats zwar etwas ins Straucheln, doch pünktlich zu Beginn des Wonnemonats bescherte der Wettergott wieder angenehme Temperaturen. Bei einer leichten Brise aus Nordost schien am 1. Mai zur Freude der vielen Wanderer, Radfahrer und sonstigen Ausflügler zumeist die Sonne. Die Fest-Veranstalter im Leintal rieben sich die Hände.

Seit über zwei Jahrzehnten wird das 1.-Mai-Fest des TSV Massenbach an der idyllisch am Waldrand gelegenen Christophorushütte gefeiert. Es duftet nach frisch gemähtem Gras, gegrillten Hähnchen und Würsten. Gut gelaunt schaut Marianne Trautmann, die Kassiererin des Massenbacher Sportvereins, in Richtung Himmel. Das Wetter sei gigantisch, meint sie: "Es darf ruhig etwas frisch sein, nur regnen sollte es nicht."

Das Fest, so Trautmann, sei eine der wichtigsten Einnahmequellen für den TSV. Auf Schusters Rappen hat Thiemo Ackermann zusammen mit seinem Vater und einem Freund die Strecke von Kirchhausen bis zur Christophorushütte zurückgelegt. Nach gerade einmal 45 Minuten Gehzeit sitze man an einem der schönsten Flecken der Welt, schmunzelt er. Eine Grillwurst essen und gemütlich ein Bier trinken, das gehört nach Ansicht Ackermanns zum 1. Mai dazu. Gegen später will das unternehmungslustige Trio noch die Kirchhausener Kleingärtner besuchen.

Bollerwagen Mit ihrem selbstgebastelten Bollerwagen ist eine 16-köpfige Gruppe aus Massenbachhausen gerade in Richtung Christophorushütte unterwegs. Nach Fürfeld ist das bereits die zweite Station der zwischen 18 und 24 Jahre alten Männer. Die weiteren Ziele seien Stetten und Gemmingen, erläutert Simon Baumgärtner. "Wenn wir am späten Abend zuhause eintreffen, haben wir einen Fußmarsch von rund 25 Kilometer hinter uns gebracht." Viel Andrang herrscht am Sonntagvormittag bereits beim TSV Stetten, der bei den Sportanlagen seine Zelte aufgeschlagen hat. Seit drei Jahren wird das Fest von den Alte-Herren-Fußballern durchgeführt, zuvor wurde es von den aktiven Kickern organisiert. Einige Gäste würden auch einen Blick auf den im Bau befindlichen Sport- und Therapiepark werfen, freut sich der TSV-Vorsitzende Günter Zielke. Die mit einem Festabend verbundene Einweihung soll am 28. Mai stattfinden. Wenn alles klappt, so Zielke, können bereits ab Mitte Juni die ersten Kinder unter therapeutischer Anleitung trainieren. "Wir freuen uns jetzt auf das Weißwurstfrühstück", erklärt Florian Gärtner, der zusammen mit weiteren 19 Leingartener Radlerinnen und Radlern gegen 10.30 Uhr in Stetten eingetroffen ist. Die weitere Tour führt die Pedaleure über den Neipperger Parkplatz und die Heuchelberger Warte in den Paradies-Biergarten beim Sportgelände des SV Leingarten.

Anfischen Das Bachfest der Leingartener Petrijünger beginnt stets am Vortag des 1. Mai mit einem Binokelturnier. 20 Hobbyfischer werfen am nächsten Morgen bereits um 7 Uhr zum Anfischen den Angelhaken in den Leinbach.

"Es sind auch einige bachuntypische Fische gefangen worden, die wohl beim Hochwasser, am 6. Juni 2010, den Weg von den Eichbottseen in den Leinbach gefunden haben", berichtet Hans Ulrich. Mit dem Festbesuch ist der Vorsitzende sehr zufrieden.

Das Blütenfest des Obst- und Gartenbauvereins Leingarten hat seinen Stammplatz seit fast zwei Jahrzehnten in der Mayer-Halle am Kraichgau-Radwanderweg. Gegen Mittag sind im Innen- und Außenbereich zur Freude des Vorsitzenden Fritz Gehring fast alle Plätze belegt.

Veranstalter reiben sich die Hände
Das Maifest des TSV Stetten war um 10.30 Uhr die erste Raststation einer 20-köpfigen Radfahrergruppe aus Leingarten.