Therapie-Anlage liegt im Zeitplan

VBU spendet 10 000 Euro für Sportpark − Ende Mai soll er fertig sein

Von Stefanie Pfäffle

Schwaigern - Eine Ladung Erde nach der anderen verschiebt der kleine Bagger. Ein Teil landet auf dem Lastwagen, mit dem anderen wird die Fläche geebnet. "Auf Wunsch aus dem Klinikbereich werden wir dort noch eine Tischtennisplatte aufstellen, das ist gut für die Koordination kranker Kinder", erklärt Günter Zielke, erster Vorsitzender des TSV Stetten. Der gemeinsame Sportpark von TSV und Tennisclub für das Projekt "Sport und Therapie für Kinder mit und nach Krebs" nimmt langsam Gestalt an. Im Juni soll sich hier bereits die erste Gruppe bewegen.

Container Ein großes Schild an der Einfahrt zu den Tennisplätzen kündet von dem, was hier entsteht. Das soll auch genauso, allerdings in einem Kiesbett, stehen bleiben. Nur die Recyclingcontainer stören das Bild etwas. "Die werden noch optisch mit Pflanzen verdeckt, so dass sie nicht gleich ins Auge fallen", verspricht Zielke.

Dahinter türmt sich ein Erdwall, der ebenfalls noch begrünt werden wird. Wer hier hinaufsteigt, erkennt die Konturen des Sportparks. Das Multifunktionsfeld ist ebenso bereits abgegrenzt wie der Beachvolleyballplatz und die Boulebahn. An deren Ende deutet die quadratische Betonplatte auf den Standort der Versorgungshütte hin. Grober Kies bedeckt den Boden. Zielke: "Der Untergrund war hier recht schwammig, da musste viel Geld vergraben werden, um Stabilität zu garantieren." Doch der blaue Spezialbelag, der hier den Abschluss bilden wird, ist viel zu teuer, als dass man auch nur einen Riss wegen Bewegungen im Boden riskieren möchte. "Das wäre eine Katastrophe."

Abgeschlossen Die Bodenarbeiten sind abgeschlossen. Die Beleuchtungsanlage mit Flutlicht − die Spende einer Gemeinde − sind installiert, sollen aber noch dem beruhigenden Farbkonzept blau und orange angepasst werden. Der nächste Schritt sind die Bandenkonstruktionen und die Beläge. Alles Spezialanfertigungen, denn den kranken Kindern darf auf keinen Fall etwas passieren. Gelenkschonend, Abschürfungen verhindernd, all das kostet eine Menge Geld. Derzeit ist man bei knapp 360 000 Euro, allein die zusätzliche Tischtenniseinheit schlägt mit 16 000 Euro zu Buche. Außerdem werden die Sanitäranlagen im Vereinsheim klinisch saniert.

Da kommen Spenden wie die von der Volksbank im Unterland (VBU) sicherlich besonders Recht. Der Vorstandsvorsitzende Siegfried Seitz und Marktrepräsentant Michael Henze überreichten Zielke einen Scheck über 10 000 Euro. "Das Projekt ist einzigartig, und wir freuen uns, es unterstützen zu können", betonte Seitz.

Der Großteil des Geländes wird umzäunt und dann nur für die Schule, die Therapiegruppen sowie Vereinsmitglieder zugänglich gemacht. Öffentlich bleiben auch auf Wunsch der Mitglieder die Tischtennisplatte und die Boulebahn. Ende Mai sollen die Anlagen fertig sein. Dank des guten Wetters liege man voll im Zeitplan. Außerdem wird die Audi AG zwölf ihrer Azubis für eine Woche zum Helfen schicken, so dass hier im Juni schon die ersten Kinder therapiert werden können.