Spenden für das Therapieprojekt

Schwaigern - TSV Stetten erhält von zwei Firmen insgesamt 3000 Euro

Von unserem Redakteur Friedhelm Römer

Spenden für das Therapieprojekt

"Mit dem Geld wollen wir Sportartikel für Therapiezwecke kaufen."

Claudia Duschek

Schwaigern - Besuch aus Bretten gab es in dieser Woche für den TSV Stetten. Denn auch bis dort hat sich das TSV-Projekt, Sport und Therapie für Kinder mit und nach Krebs inzwischen herumgesprochen. Werkleiter Arno Fuchs von der dort ansässigen Firma Beru brachte gleich einen Scheck über 2000 Euro mit und übergab ihn der zweiten TSV-Vorsitzenden Claudia Duschek auf der Multifunktionsanlage.

Unterstützung

Die Idee für eine finanzielle Zuwendung hatte Beru-Mitarbeiter Rudolf Kokot, der in Gemmingen wohnt, aber beim TC Stetten, der ebenfalls Teil des Projekts ist, Tennis spielt. "Ich habe selbst Hautkrebs gehabt und war der Meinung, dass man diese Kinder unterstützen könnte", sagt Kokot. Aufgegriffen wurde die Idee dann von einer Abteilung, die im Rahmen des Betriebsfestes im Sommer eine Tombola für das Projekt organisierte. Hierbei kamen 780 Euro zusammen. "Das Engagement der Mitarbeiter hat uns so begeistert, dass wir den Betrag auf 2000 Euro erhöht haben", sagt Arno Fuchs. Weitere 1000 Euro hat die Firma ThyssenKrupp Heilbronn dem TSV-Projekt als Weihnachtsspende zukommen lassen. "Mit dem Geld wollen wir Sportartikel für Therapiezwecke kaufen", sagt Claudia Duschek.

Mittwochs soll künftig eine regelmäßige Therapiestunde stattfinden. Claudia Duschek: "Wir wollen einen festen Termin schaffen, an dem man sich orientieren kann." Und ab dem kommenden Frühjahr soll das gemeinsame Spiel von kranken und gesunden Kindern gefördert werden.

Fünf bis acht erkrankte Kinder tummelten sich zuletzt auf der Anlage. Zwischenzeitlich fiel der Termin ganz aus, weil den Eltern das Risiko von Erkältungskrankheiten ihrer Kinder zu groß war. Nun sollen die Aktivitäten für die kommenden Monate wegen der kalten und feuchten Witterung in die Mehrzweckhalle verlagert werden.

Leukämie

Gute Nachrichten gibt es unterdessen von Michael Strauss. Der Achtjährige war an Leukämie erkrankt, ist inzwischen wieder zu Hause und geht laut Duschek auch wieder in die Schule.

Die Verantwortlichen wollen das Projekt auf eine breitere Basis stellen. Aus diesem Grund hat Ralf Klenk, der die Stiftung Große Hilfen für kleine Helden initiiert hat, Kontakt mit dem SLK-Klinikum Bad Friedrichshall aufgenommen. Angedacht ist, neben den Krebspatienten auch an Mukoviszidose erkrankte sowie psychisch kranke Menschen in das Projekt mit aufzunehmen.