Der erste Zug ist gemacht

"Schachfreunde Schwaigern 2009" ins Leben gerufen

Von Stefanie Pfäffle

Email
Der Vorstand der Schachfreunde (von links): Leonardo Goldschmidt-Garnier, Uwe Single, Ottmar Seidler und Hans Hieber-Kugel.Foto: Stefanie Pfäffle

Schwaigern - Der erste Zug ist getan. Wer in Schwaigern dem Strategiespiel auf quadratischem Brett frönen will, bei dem die Dame die größten Zugmöglichkeiten hat, der hat künftig gleich zwei Möglichkeiten, dies innerhalb eines Vereins zu tun. Am Donnerstag gründeten sich die Schachfreunde Schwaigern 2009 als neuer Verein und existieren nun parallel zur Schachabteilung des TSV Schwaigern.

Seit Oktober bereits treffen sich regelmäßig donnerstags im städtischen Vereinsheim rund zehn Jugendliche ab 17 Uhr und ab 19.30 Uhr dann die Erwachsenen als Interessengemeinschaft Schach in Schwaigern. "Als Club kann man sich im Ort besser darstellen, deshalb die Vereinsgründung", erklärt der neue Vorsitzende und Mitinitiator Ottmar Seidler.

Jugendarbeit Die zwölf Gründungsmitglieder sowie die minderjährigen Spieler haben viel vor, wollen das Schach in ihrer Stadt voran bringen. Gute Jugendarbeit sei die Basis, wie bei jedem anderen Verein auch. "Wir wollen den Kindern und Jugendlichen über das reine Spiel hinaus etwas bieten, mit anderen Freizeitaktivitäten soll es auch zwischenmenschlich stimmen."

Außerdem wolle man sich am Stadtgeschehen, etwa beim Stadtfest beteiligen, allein schon, um wahrgenommen zu werden und vielleicht neue Spieler zu gewinnen. Mitte kommenden Jahres soll der reguläre Spielbetrieb innerhalb des württembergischen Schachverbandes aufgenommen werden. Dies muss in der D-Klasse geschehen, Seidler hofft aber auf eine Ausnahmegenehmigung für die C-Klasse, weil dort derzeit nur acht statt zehn Vereine vertreten sind.

Wunschdenken Bereits heute gehen sechs Spieler zum offenen Jugendturnier des Schachclubs Heilbronn, eines der bundesweit größten Jugendturniere. Weitere Turniere sollen folgen, auch als Ausrichter. Vielleicht klappt das gemeinsam mit der TSV-Abteilung. "Wir möchten ein sachliches, freundschaftliches Verhältnis haben", hofft Seidler.

Das war in der Vergangenheit nicht immer so, was bei der Versammlung immer wieder anklingt. Viele Gründungsmitglieder waren und sind im TSV aktiv. So ist Thomas Berger beispielsweise jetzt Spielleiter beider Vereine, aber die Teilnahme am Spielbetrieb geht selbstverständlich nur für einen. Näher möchten weder Seidler noch seine Mitstreiter auf die Vorfälle der Vergangenheit eingehen. Nur soviel: "Es ist ja offensichtlich, dass nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war, aber wir wollen nun nach vorne schauen." Der erste Zug ist getan.