Lesezeichen setzen Merken

Weiteres Wachstum entlang der Stadtbahn

Der Bretzfelder Gemeinderat bringt Wohngebiete und knapp 13 Hektar Gewerbefläche auf den Weg

Von Yvonne Tscherwitschke
  |    | 
Lesezeit  2 Min
Weiteres Wachstum entlang der Stadtbahn
Weiteres Wachstum entlang der Stadtbahn

Von Yvonne Tscherwitschke

Die Stadtbahn macht Bretzfeld für potentielle Häuslesbauer attraktiv. Mit neuen Wohngebieten in Scheppach, Bitzfeld, Unterheimbach und einer Erweiterung des Gewerbegebiets in Schwabbach reagiert Bretzfeld. Wohnen in Stadtbahnnähe ist für Pendler attraktiv. So ist absehbar, dass das neue Bitzfelder Gebiet „Hockenbühl IV“, für das jetzt der Aufstellungsbeschluss gefasst und die Bauland-Umlegung angeordnet wurde, schnell verkauft sein wird. Welches Büro mit der Ausarbeitung des Planentwurfs beauftragt wird, wollen die Räte aber erst noch diskutieren.

Denn die Nähe zur Stadtbahn bringt bei den neuen Gebieten auch immer Probleme mit sich. Und das, so der nicht laut geäußerte Vorwurf der Räte in Richtung Planungsbüro Koch, habe man beispielsweise beim Gebiet „Eselswiesen“ in Scheppach erst zu spät erkannt.

Nach Abwägung der erneut eingegangenen Bedenken wurde das Gebiet „Eselswiesen“ nun doch endgültig auf den Weg gebracht - allerdings halbherzig mit zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme. Und selbst wer dem Aufstellungsbeschluss zustimmte, tat dies nicht ganz ohne Bauchgribbeln: Fürchten die Räte doch, das neue Gebiet könne Schwierigkeiten bei der Vermarktung machen.

Zum einen müssen nach Gemeinderatsbeschluss die 13 Bauplätze je hälftig für Gewerbe und Wohnen veräußert werden, um ein tatsächliches Mischgebiet zu erhalten. Zum anderen müssen künftige Bauherren eine Erklärung unterzeichnen, dass sie die weitere Entwicklung eines benachbarten Unternehmens nicht behindern. Weiter haben aktuelle Gutachten eine höhere Lärmbelästigung errechnet, da mehr Züge auf der Stadtbahnlinie Heilbronn-Öhringen fahren, als ursprünglich angenommen. „Das idyllische Wohngebiet, verkehrsgünstig an Autobahn oder Stadtbahn gelegen, mit aller Infrastruktur, das gibt es einfach nicht“, erklärte Bürgermeister Thomas Föhl zu dem Konflikt, der die Räte auch bei dem Gebiet „Röteläcker II“ in Scheppach wieder begleitet. Für dieses Areal zwischen Rötelgasse und der Bahnlinie wurde das Planungsbüro Koch beauftragt, einen Bebauungsplan zu erstellen.

Für das neue Gewerbegebiet „Schwabbach Nord“ präsentierte das Büro Koch einen Planentwurf. Mit einem Kreisel, mit 40 Metern Durchmesser vergleichbar dem Kreisel zwischen Öhringen und Bitzfeld, sollen altes und neues Gewerbegebiet auf beiden Seiten der Landesstraße miteinander verbunden werden.

Die knapp 13 Hektar Fläche, derzeit landwirtschaftlich genutzt, sollen in Etappen erschlossen werden. Mehrheitlich sprachen sich die Räte dafür aus, schon im Rahmen der ersten Erschließung eine Zufahrt auf die Landesstraße zwischen Schwabbach und Langenbeutingen zu prüfen, um den Verkehr von der Autobahnabfahrt Neuenstadt ohne Umwege ins Gebiet zu leiten.

Die Fahrbahnen im neuen Gewerbegebiet sollen mit sieben Metern und und zwei Metern Gehweg breiter als im gegenüberliegenden alten Gebiet sein. Zudem sollen senkrechte Parktaschen statt durchgehender Parkstreifen entlang der Fahrbahn dauerparkende Laster fern halten. Anregungen zu Feldwegeführung und Gehweganbindungen werden in den Plan eingearbeitet. Die Räte drängten auf eine aktive Vermarktung der Flächen.

Zugestimmt wurde außerdem dem Bebauungsplan „Heimbachstraße“ in Unterheimbach. Im Zuge der dortigen Straßensanierung soll das Gebiet auch baulich geordnet werden. Die Möglichkeit einer Platzgestaltung anstelle oder in Kombination mit Parkflächen wird geprüft.

Kommentar hinzufügen
  Nach oben