Tolle Tänze, Büttenreden und rülpsende Ritter

Erste Prunksitzung der Züttlinger Jagsttalnarren ließ an Besucherzahl zu wünschen übrig - Motto "Jagsttal-Fasching-Ritterzeit"

Von Rainer Köller

Email

Der Abend lief unter dem Motto "Macht mit ihr Narren, seid bereit zum Jagsttal-Fasching-Ritterzeit". Mit viel "Tschingdarassabum" ging es gleich nach der Begrüßung von Narrenpräsident Peter Frischbier los.

Die Krawallos, die Kapelle der Jagsttalnarren, hauten zum Einmarsch von Sitzungspräsident Wolfgang Brunner kräftig auf die Pauke.

Mit Witz und Charme begrüßten die Hex und Hexle die Gäste. Die beiden Symbolfiguren sind Tradition und gehören schon seit Jahren zu den Züttlinger Karnevalisten. Die Tänze gehörten an diesem Abend zu den Höhepunkten.

Die Jagsttalzwerge begannen den Reigen der tollen Vorführungen. Die Gardetrainerinnen Sina Harrer und Kathrin Köller hatten mit den Mädchen schwierige Tänze eingeübt. Trotzdem schafften es die Kleinsten des Vereins synchron zu tanzen.

Gewohnt souverän zeigten sich die Jagsttal-Girlies. In mittelalterlichen Kleidern fetzten die Schützlinge der Trainerinnen Heidi Föll und Elke Roder in einem ritterlich-modernen Mix über die Bühne.

Herrliche Kostüme, eine hervorragende Leistung der Tänzerinnen und der Einsatz von Bunt- und Schwarzlicht von Techniker Thomas Michalik machten den Tanz der Zuckerpuppen zu einem echten Erlebnis.

Melanie Schüssler und ihr Team brachten für kurze Zeit als Vampire eine schaurig-gruselige Stimmung in die Lindenhalle. Ebenfalls als Vampire begeisterten wieder die Outcast-Dancer aus Merchingen. Sylvia Scheuermann und Karin Albrecht hatten das gleiche Thema völlig anders, aber nicht weniger begeisternd einstudiert.

Alle Tanzgruppen mussten Zugaben zeigen. Dies galt auch für das Männerballett Menpower. Zunächst standen die harten Jungs als Ritter auf der Bühne, dann machten sie einen Streifzug durch Rockmusik und Liebeslieder und standen am Ende in Liebestötern da.

Die Krawallos brachten zwischendurch Stimmung in die Bude. Markus Harrer sang Faschingslieder. Danach stieg Harrer in die Bütt und erzählte, wie schwer es ein werdender Vater hat.

Manfred Föll führte in der Bütt ein Telefongespräch mit dem Bundeskanzler. Hoffentlich kommt nicht alles so, wie es bei diesem Telefonat anklang. Mario Kirchner zeigte eine Playbacknummer.

Richtig ritterlich wurde es bei einem Sketch. Der Götz von Berlichingen und seine Ritter beschwerten sich, dass die Gäste in der Halle das Gastrecht missachtet hätten. Der Grund dafür: Sie hätten nach dem Essen die Frage der Rittersleut|2, die da lautet, "Warum rülpset und furzet ihr nicht?", nicht richtig beantwortet.