"Weißes Rössl" bricht Rekord

Neuenstadt - Amouröse Verstrickungen, der Sommer am Wolfgangsee und Lieder, die noch lange im Ohr bleiben: Das Singspiel "Im Weißen Rössl" ist beim Publikum bestens angekommen. Fast 21.000 Zuschauer kamen zu den Vorstellungen der Freilichtspiele.

Von unserer Redakteurin Vanessa Müller

"Weißes Rössl" bricht Rekord

Neuenstadt - Amouröse Verstrickungen, der Sommer am Wolfgangsee und Lieder, die noch lange im Ohr bleiben: Das Singspiel "Im Weißen Rössl" ist beim Publikum bestens angekommen. "Hinter uns liegt die erfolgreichste Saison überhaupt", sagt Peter Zeh, Pressesprecher der Freilichtspiele Neuenstadt.

20.860 Zuschauer kamen insgesamt zu den 25 Vorstellungen. Zum Vergleich: Die Komödie "Charleys Tante" im Vorjahr sahen 18.000 Personen. Seit 1958 bringt das Ensemble jedes Jahr ein anderes Stück auf die Bühne.

Woran liegt"s? "Das Rössl selber ist schon wahnsinnig bekannt", erklärt Zeh. "Das zieht das Publikum an." Außerdem hätten die Freilichtspiele mit Regisseurin Tanja Krauth einen Glücksgriff getan. Die Musicaldarstellerin kenne sich fachlich gut aus und habe sich ausgezeichnet in das Vereinsleben integriert. Auch das Wetter meinte es gut mit den Neuenstadtern. Es gab nur eine Regenvorstellung - und die wurde durchgespielt bis zum Ende.

"Sind an unsere Grenzen gegangen"

Neu in diesem Jahr war der Online-Vorverkauf, der über die gesamte Spielzeit geschaltet war. "So sind auch die nicht-überdachten Plätze gut weggegangen", sagt Zeh. Durchschnittlich 834 Zuschauer saßen in jeder Vorstellung. Spitzenreiter ist hier jedoch "Das Haus in Montevideo" aus dem Jahr 1989 mit 855 Besuchern. "Das liegt daran, dass wir damals noch keine Sitzschalen hatten", erklärt der Presesprecher. "Wir haben einfach gesagt: Rutscht auf der Bank ein bisschen zusammen. Dann passen noch ein paar Leute rein."

Dennoch ist der Erfolg 2013 nicht spurlos am Ensemble vorüber gegangen. "Wir sind in dieser Spielzeit an unsere Grenzen gegangen", sagt Zeh. Gesang, Tanz und Schauspielerei haben den Darstellern einiges abverlangt. Deshalb wird es in diesem Jahr kein Winterstück geben.

Welches Stück im nächsten Jahr auf die Bühne kommt, steht noch nicht fest. "Es wird wohl ein unbekannterer Titel, um dem Rössl nicht zu nahe zu kommen", verrät Zeh. "Vielleicht eine Komödie." Zwei sind derzeit in der engeren Wahl, bis September soll die Entscheidung fallen. "Man muss natürlich auch sehen, wie die Charaktere im Stück zu den Ensemble-Mitgliedern passen", sagt er. Jörg Schönbeck, der in diesem Jahr Zahlkellner Leopold gegeben hat, ist in den kommenden drei Spielzeiten nicht mehr dabei. Er konzentriert sich auf seine Weiterbildung zum Optikermeister.

Junge Kammerbühne

Im September starten die Proben für die Wiederaufnahme von "Romeo und Julia", am 5. Oktober ist Premiere.