Letzter Anlauf für Wohnmobil-Stellplätze

Widdern  Widdern - Wenn an diesem Dienstagabend im Widderner Gemeinderat über das Baugesuch der "Jagstcamp Widdern GbR" entschieden wird, dann geht es für Hartmut Schmidt und Wolfgang Zipf um alles oder nichts. Seit längerer Zeit wollen die zwei Männer Wohnmobil-Stellplätze auf Widderner Gemarkung einrichten.

Von unserem Redakteur Christian Gleichauf

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Letzter Anlauf für Wohnmobil-Stellplätze

Noch nicht besonders attraktiv zeigt sich das Gelände rund um den Bahnhof. Hartmut Schmidt (links) und Wolfgang Zipf wollen das ändern.

Foto: Christian Gleichauf

Widdern - Wenn an diesem Dienstagabend im Widderner Gemeinderat über das Baugesuch der "Jagstcamp Widdern GbR" entschieden wird, dann geht es für Hartmut Schmidt und Wolfgang Zipf um alles oder nichts. Seit längerer Zeit wollen die zwei Männer Wohnmobil-Stellplätze auf Widderner Gemarkung einrichten. Beim ersten Anlauf vor drei Jahren war der Gemeinderat dafür, das Landratsamt dagegen. Nun hat zuletzt der Gemeinderat gebremst. "Wenn es jetzt nicht durchgeht, dann müssen wir uns nach einem anderen Platz umschauen", sagt Schmidt. "Etwas anderes bleibt uns gar nicht übrig."

Standort

Dabei hängen die zwei an Widdern. Hartmut Schmidt ist in Möckmühl aufgewachsen, lebt und arbeitet jetzt als Landschaftsarchitekt in Weimar. Sein Freund Wolfgang Zipf betreibt im Nebenerwerb in Widdern den Imbiss Rasthäusle am Kocher-Jagst-Radweg. Der Standort sei ideal, sind die zwei sicher. Weitab von den nächstgelegenen Wohnmobil-Stellplätzen in Mosbach und Neckarsulm gebe es hier eine schöne Kulisse, kurze Wege zur Jagst und in den Ortskern. Und nicht zuletzt die Betreuung der 16 geplanten Plätze durch Zipf und seine Frau ist "nebenbei" wohl nur in Widdern möglich. Denn ausschließlich auf den guten Willen der Wohnmobilfreunde wollen die zwei nicht zählen.

Falscher Zeitpunkt

Beim jüngsten Anlauf ist das Jagstcamp gescheitert, weil vielen Stadträten die Abstimmung zu früh kam. Der Tourismus-Ausschuss hatte noch nicht getagt, inzwischen fand die erste Sitzung statt. Zum anderen hatten sich weder die Räte noch die Verwaltung Gedanken gemacht, wo der Recyclinghof einen neuen Platz finden könnte. Harry Pudelko formuliert es so: "Ich kündige doch auch keine Wohnung, ohne dass ich eine neue Bleibe habe."

Dass sie einen gewissen Druck auf die Gemeinderäte aufgebaut haben, ist den Unternehmern bewusst. "Aber wenn man nichts macht, passiert ja auch nichts", sagt Schmidt. "Wir wollen jetzt eine Entscheidung", ergänzt Wolfgang Zipf.


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