Razzia gegen Clan-Kriminalität – auch Objekt im Hohenlohekreis durchsucht
Das Landeskriminalamt Sachsen durchsucht deutschlandweit 52 Objekte: eines davon im Hohenlohekreis. Bei der Razzia geht es um Steuerhinterziehungen und gewerbsmäßige Hehlerei im Palettenhandel.
300 Einsatzkräfte der Polizei sind am Mittwoch, 22. April, bei einer großangelegten Razzia im Einsatz, unter anderem auch bei einer Firma im Hohenlohekreis. Die vom Landeskriminalamt Sachsen geleiteten Durchsuchungen sollen die Clan-Kriminalität treffen, wie es auf der Webseite des Medienservice Sachsen heißt. Mitarbeiter vor Ort wollten sich gegenüber einem Stimme-Redakteur zunächst nicht zum Polizeieinsatz äußern.
Großrazzia gegen Clan-Kriminalität – Einsatz auch im Hohenlohekreis
Insgesamt würden deutschlandweit 52 Objekte in acht Bundesländern durchsucht – darunter Wohnungen, Firmenstandorte und Steuerbüros. Die durchsuchten Objekte sollen Teil eines überregionalen Netzwerks gewesen sein, das mit dem An- und Verkauf von Paletten und Pfandgut gehandelt haben soll.
Die Ermittlungen richten sich gegen mehrere Beschuldigte aus Leipzig. Ihnen wird vorgeworfen, über verschiedene Firmen unrichtige oder unvollständige Angaben gegenüber den Finanzbehörden gemacht und so Steuern hinterzogen zu haben. Der mutmaßliche Schaden liegt nach bisherigen Erkenntnissen bei rund 1,7 Millionen Euro.
Schaden auf bis zu 500.000 Euro geschätzt – durch Steuerhinterziehung und Hehlerei
Parallel dazu wird gegen einen weiteren Beschuldigten wegen gewerbsmäßiger Hehlerei ermittelt. Er wird verdächtigt, Pfandgut – insbesondere Mehrwegklappstiegen – angekauft und weiterverkauft zu haben, obwohl es aus Straftaten stammte. Der Schaden wird hier auf mehr als 500.000 Euro geschätzt.
Im Zuge der bundesweiten Durchsuchungen wurde ein Haftbefehl vollstreckt. Zudem sicherten die Ermittler Vermögenswerte in Höhe von rund 500.000 Euro. Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen und Datenträger wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Bundesweite Durchsuchungen wegen Clan-Kriminalität – hier ist die Polizei im Einsatz
Die Durchsuchungen seien im Raum Dresden, Leipzig, Ostsachsen und Erzgebirge (insgesamt 30 Objekte), neun Objekte in Sachsen-Anhalt, vier in Thüringen, drei in Brandenburg, drei in Nordrhein-Westfalen sowie jeweils ein Objekt in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen durchgeführt worden.
Dabei werde das Landeskriminalamt Sachsen von Polizeibeamten und Steuerfahndern der genannten Bundesländer sowie von Kräften der Bereitschaftspolizei unterstützt. Auch das Polizeipräsidium Aalen ist unterstützend vor Ort.
Stimme.de