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15-Jähriger klaut Linienbus und fährt 130 Kilometer – wollte Freundin zur Schule bringen

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Ein 15-Jähriger hat in Wiesbaden einen Linienbus geklaut. Er fuhr damit am frühen Freitagmorgen rund 130 Kilometer bis nach Karlsruhe, um seine Freundin zur Schule zu bringen. 


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Am frühen Freitagmorgen (13. März) ist ein Linienbus auf einem Betriebsgelände in Mainz-Kastel (Wiesbaden) gestohlen worden. Der mutmaßliche Täter: ein 15-jähriger Junge. Das Motiv: Liebe? Wie die Polizei mitteilt, soll der Jugendliche damit seine 14-jährige Freundin eingesammelt haben und wollte sie zur Schule bringen – rund 130 Kilometer entfernt von Wiesbaden, in Karlsruhe. 

15-Jähriger fährt mit geklautem Linienbus nach Karlsruhe, um Freundin zur Schule zu bringen

Gegen 6 Uhr am frühen Freitagmorgen (13. März) bemerkte ein Mitarbeiter, dass ein Linienbus auf einem Betriebsgelände in Mainz-Kastel fehlt. Der Bus war in der Nacht vollgetankt dort abgestellt worden. Da man erst davon ausging, dass ein Busfahrer mit einem falschen Bus unterwegs sei, wurde der Vorfall erst gegen Mittag bei der Polizei bekannt. Ermittlungen führten schnell in Richtung Karlsruhe.

Dort habe die Polizei den Bus entdeckt – fahrend und gesteuert durch den 15-jährigen Mainzer. Der Jugendliche habe mit dem Bus kurz zuvor in der Nähe des Kontrollortes seine 14-jährige Freundin eingesammelt, um sie zur Schule zu bringen. 

Nach Fahrt des 15-Jährigen: Linienbus unbeschädigt zurück in Wiesbaden

Den Linienbus hatte der Jugendliche gewaltlos geöffnet und mit einem Generalschlüssel geführt. „Wie er an den Schlüssel gekommen ist und warum er den Bus so gut fahren konnte, wissen wir noch nicht“, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der dpa. Das ist Teil der weiteren Ermittlungen. Unklar sei auch, warum er die 14 Jahre alte Freundin auf diese ungewöhnliche – und unerlaubte –  Weise zur Schule brachte.

Neben einer Strafanzeige wegen des Diebstahls muss der Jugendliche sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Der Jugendliche wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Der Linienbus konnte dem Firmenverantwortlichen vor Ort unbeschädigt ausgehändigt werden. (lis/pol/dpa)

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