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Zwei Mädchen (13) aus Öhringen vermisst: Polizei startet Öffentlichkeitsfahndung

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Zwei 13-Jährige aus Öhringen werden seit Freitag vermisst. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat jetzt eine Vermisstenmeldung veröffentlicht und bittet um Hinweise.


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Die 13 Jahre alte Anabel Sanda und die gleichaltrige Sofia aus dem Raum Öhringen werden seit Freitag (27. Februar) vermisst. Seit Montag (2. März) hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg eine Vermisstenmeldung auf deren Internetseite veröffentlicht. Angehörige suchen seit Sonntag auf Sozialen Netzwerken nach Sanda. Sie sei mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Gruppe Jugendlicher unterwegs.

Demnach könnte sie sich in der Nähe von Öhringen, Heidelberg oder Mannheim aufhalten. Sie habe kein Geld und keine warme Kleidung dabei. „Es ist gut möglich, dass sie durch Gruppenzwang festgehalten wird, da von ihr keine Informationen kommen, jedoch von einem Mitglied der Gruppe“, heißt es in dem Post.

Zwei 13-Jährige aus Öhringen vermisst: Polizei startet Öffentlichkeitsfahndung

Sandas Vater ist besorgt. Seine Tochter soll blutig in Heidelberg in einem Fastfood-Imbiss in Begleitung von zwei männlichen Jugendlichen gesehen worden sein, erklärt er. Ihm sei nicht bekannt, dass seine Tochter angekündigt hatte, auszureißen.

Sofia (links) und Anabel Sanda werden von der Polizei gesucht.
Sofia (links) und Anabel Sanda werden von der Polizei gesucht.  Foto: privat, Montage: HSt

Der letzte Kontakt sei mit ihrer Mutter gewesen. Ihr habe sie von unterwegs erklärt, dass sie auflegen müsse, da der Akku ihres Mobiltelefons leer sei. Die Eltern leben getrennt.

13-Jährige vermisst: Mutter erklärt, ihre Tochter habe Grippe und halluziniere möglicherweise

Die Mutter der vermissten Anabel Sanda, Kristina Gerdt, berichtet, dass ihre Tochter der Gruppe, mit der sie unterwegs ist, eventuell hilflos ausgeliefert ist: „Sie ist krank, hat derzeit Grippe und halluziniert deshalb möglicherweise. Es ist auch denkbar, dass ihre Begleiter sie unter Drogen gesetzt haben, um sie dadurch gefügig und wehrlos zu machen. Ich mache mir ganz große Sorgen.“

Gerdt vermutet auch, dass ihre Begleiter Zugriff auf die Social-Media-Kanäle ihrer Tochter haben. „Heute, am Montag, hat meine Tochter angeblich gepostet, dass sie wieder zu Hause sei. Das stimmt aber nicht.“ Sie sieht hinter dieser Veröffentlichung ein Ablenkungsmanöver der Leute, die mit ihrer Tochter unterwegs sind.

Polizei wägt ab, ab wann sie öffentlich sucht

Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn erklärt, dass von Fall zu Fall abgewogen werde, wann die Polizei öffentlich nach einer vermissten Person suche. Dabei spiele das Alter eine Rolle.

Die Sprecherin gibt zu bedenken, dass Fotos ab Veröffentlichung überall zur Verfügung stünden. „Wir schauen uns an, welche Gründe für und welche Gründe gegen eine Öffentlichkeitsfahndung sprechen.“

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