ZiG fördert wichtige Schlüsselqualifikation

    ZiG fördert wichtige Schlüsselqualifikation

    Wolfgang Seibold

    Foto: Archiv/Friedrich

     
    Studie - Das Schulamt Heilbronn hat das Medienprojekt ZiG von Anfang an unterstützt. Fiona Drewnitzky sprach mit dem Leiter Wolfgang Seibold über die Langzeitstudie zu ZiG.

    Wie bewerten Sie die Ergebnisse der ZiG-Folgeerhebung?

    Wolfgang Seibold: Wer an der Bildungswirksamkeit der Tageszeitung zweifelte, wird eines Besseren belehrt: Es lohnt sich, unsere Kinder an das grundsolide Medium Zeitung heranzuführen - angesichts vieler Fehlentwicklungen im Umgang mit anderen Medien ist dies eine wirkliche Heilsbotschaft.

    Hat Sie ein bestimmtes Egebnis der Studie besonders überrascht?

    Seibold: Ja. Ich hätte nicht gedacht, dass nach fünf Jahren noch so klar unterschieden werden kann, ob die Schüler an ZiG teilgenommen haben oder nicht. Das zeigt: Sie haben etwas gelernt. Die Bedeutsamkeit des Projekts wird so unterstrichen.

    Sie befürworten ZiG sehr. Was ist für Sie das wichtigste Ziel dabei?

    Seibold: Die Kinder an die Tagesaktualität heranzuführen. Die Zeitung hat den Vorteil gegenüber dem Buch, dass man mal kurz hineinlesen kann. Sie unterstützt die schnelle Auffassungsgabe. Aus verkürzten Texten schnell Informationen herauszuholen - das ist eine wichtige Schlüsselqualifikation. Genau die brauchen wir in den Schulen.

    Was bedeuten die Ergebnisse der Studie für die Schulen?

    Seibold: Der Dank gilt den Grundschulpädagogen, die sich diesem Projekt seit Jahren verschrieben haben. Sie erfahren nun, dass und was sie mit ihrer pädagogischen Arbeit Wertvolles geleistet haben. Es lohnt sich, in diesem Zug mitzufahren. Aufspringen erwünscht.

    53 Prozent der Jugendlichen sagen, dass sie gern oder eher gern lesen. Ist das eine beruhigende Quote im Multimedia-Zeitalter?

    Seibold: Nein. Sie ist zu niedrig. Ich hätte sie gerne bei 90 Prozent. Wir versuchen alles, die zu erreichen. Besonders im frühkindlichen Bereich müssen Eltern mehr vorlesen und ein Vorbild sein.

    Wie sehen Sie die Zukunft von Zeitungsprojekten in Schulen?

    Seibold: Die Studie zeigt, wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Das ZiG-Projekt ist sehr, sehr gut begleitet. Eigentlich müsste es ein Selbstläufer werden. Das Projekt hat Routine verdient. Es ist tagesaktuelle Pädagogik. 
    30.01.2010


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