Weinliebhaber genießen regionale Vielfalt
Öhringen - Pheromone sind Sexuallockstoffe, mit denen die Männchen von Borkenkäfern und Traubenschädlingen in Fallen gelockt werden, um die Bestände dieser Insekten zu vermindern. "Fürstenfass Pheromon 750" ist aber auch eine Sekt-Kreation der Weinkellerei Hohenlohe, die alternativ zu einem trockenen Cuvée-Sekt als Einstimmung in die nunmehr zwanzigste Weinprobe der Weinkellerei Hohenlohe in Michelbach gereicht wurde.
Lockstoff Der Lockstoff als Namensgeber für ein aromatisch prickelndes Getränk war natürlich Anlass zu mancherlei Spekulationen. Wer im Verlauf des Abends aber wem in die Falle gegangen ist, das wissen nur die Betroffenen selber.
Zehn "gnadenlos gute Weine" kündigte Wilfried Uhlmann zu Beginn der Verkostung an, und die kamen dann immer paarweise auf den Tisch. Aus Verrenberg stammten allein sieben Gewächse, die zwischen trocken, halbtrocken und lieblich wechselten: Weißburgunder, Spätburgunder Weißherbst, Grauburgunder Kabinett, Riesling Kabinett, Muskateller, Lemberger und Cabernet Dorsa aus dem Holzfass.
Michelbach war mit einer lieblichen Kerner Spätlese und einer ebenfalls lieblichen Spätburgunder Spätlese vertreten, während Adolzfurt eine liebliche Samtrot Spätlese beisteuerte.
Dass man mit dieser Auswahl den Geschmack der 300 Weinliebhaber getroffen hatte, zeigten die zufriedenen Gesichter und eine lockere Gesprächsatmosphäre. Denn wenn"s den Leuten schmeckt, brauchen sie keine langen Erklärungen dazu.
Eine Befragung am Promitisch über den kredenzten Lieblingswein ergab folgende Ergebnisse: OB Thilo Michler mag Grauburgunder, Ortsvorsteher Klaus Hornung, der Landtagsabgeordnete Jochen K. Kübler und WKH-Geschäftsführer Eberhard Brand bevorzugen Lemberger, Dorothea Kübler den Riesling und Carmen Hornung trinkt gerne Muskateller.
Dass Wein und Tanz gut harmonieren, haben die Veranstalter richtig erkannt. Drei Paare vom Öhringer Tanzsportclub Rot-Weiß traten zwischen den Weinproben auf und zeigten bei Rumba, Samba, Jive und anderen Tänzen, was an perfekter Bewegung, Rhythmik und Ausstrahlung alles möglich ist.
Schwiegermütter Der erst elfjährige Arthur Awick und seine achtjährige Schwester Marina legten eine dermaßen kesse Sohle auf die Bühnenbretter, dass Jochen K. Kübler anschließend meinte: "Da traut man sich ja kaum mehr, selber zu tanzen." Fünf singende Schwiegermütter von der schrägen Art nahmen alles und jeden aufs Korn und Mireille Mathieu in Mehrfachausführung verabschiedete sich musikalisch und mit viel Pathos von der Akropolis. In guter Tradition gaben auch Weinkönigin Jasmin Dorsch und Prinzessin Katrin Sailer der Michelbacher Veranstaltung die Ehre.




