Bundestagswahl 27.09.2009
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20.04.2009
Heilbronner Wahllokale: Alle Stadtteile an CDU - FDP so gut wie lange nicht - SPD überall im Tief
Von Joachim Friedl
Bildergalerie: Wahlpartys in der Region | 27.09.
Heilbronn - Verloren, und doch gewonnen. Thomas Strobl (CDU) hatte bei der Bundestagswahl am vergangenen Sonntag in allen neun Heilbronner Stadtteilen die Nase vorn und gewann zum vierten Mal das Direktmandat, musste jedoch überall Stimmenverluste gegenüber der Wahl 2005 hinnehmen.
Am deutlichsten war der Aderlass für den 49-jährigen Juristen in Böckingen (- 6,9 Prozent), in den traditionell schwarzen Stadtteilen Kirchhausen (- 6,2 Prozent) und Horkheim (- 6,1) sowie in Frankenbach (6,0 Prozent). Die Einbußen für die CDU bei den Zweitstimmen bewegten sich zwischen 1,5 Prozent (Neckargartach/Biberach) und 5,1 Prozent (Kirchhausen).
In der Kernstadt und in Frankenbach wurde Josip Juratovic (50) mit jeweils - 9,3 Prozent am kräftigsten abgestraft. Die geringsten Stimmenverluste gab es für den Sozialdemokraten aus Gundelsheim-Böttingen , der lange um den Einzug in den Bundestag zittern musste, in Horkheim (- 7,0 Prozent).
Erdrutschartig büßte die SPD in allen Stadtteilen ein: Überall lag das Ergebnis über der Zehn-Prozent-Marke und pendelte sich zwischen 10,1 Prozent (Kirchhausen) und 12,1 Prozent in Klingenberg ein. Mit minus zwölf Prozent überrascht der Einbruch im sozialdemokratisch geprägten Neckargartach.
Mit 7,6 Prozent im Durchschnitt legte Michael Link (46) in allen Stadtteilen zu. Ausreißer nach unten war mit + 5,9 Prozent Sontheim, den Spitzenwert gab es in Kirchhausen mit 8,6 Prozent. Die Stimmen sind hier von Thomas Strobl zu Michael Link, aber auch von der CDU zur FDP (+ 8,4 Prozent) abgewandert. In Kirchhausen liegt die FDP (19,7 Prozent) gar vor der SPD (17,9 Prozent). Der Deutschordens-Stadtteil scheint für die Mergel-Partei keine allzu sichere Stimmen-Bank mehr zu sein.
Mit einem Plus von 3,4 Prozent hat Ulrich Schneider (36) von den Grünen in der Kernstadt die meisten Anhänger. Die wenigsten Schneider-Fans sitzen in Klingenberg (+ 1,2 Prozent). Bei der Zweitstimme liegt die Zustimmung für die Grünen in Sontheim (+ 4,0 Prozent) und Horkheim (3,4 Prozent) deutlich über den anderen Stadtteilen.
3,8 Prozent aus dem Stand
2005 für Hasso Ehinger, jetzt stimmten 6,4 Prozent für den Kandidaten der Linkspartei. Am besten punktete der 69-Jährige in seiner Wohngemeinde Frankenbach (+ 4,8), in Sontheim (+ 3,8 Prozent) und Böckingen (3,7 Prozent). Der geringsten Zuspruch gab es in Kirchhausen (+ 1,8 Prozent). Der Ehinger-Bonus machte sich auch bei den Zweitstimmen bemerkbar: In Frankenbach erzielte die Partei mit 4,9 Prozent das beste Ergebnis aller Stadtteile.
Mit 17 Stimmen (Alte Kelter Sontheim), 16 Stimmen (EHK-Hauptschule, Zimmer 29) und 15 Stimmen (Kindergarten Wartbergstraße, Zimmer 2) erreichte die NPD dei Mal 15 oder mehr Stimmen. Insgesamt verbuchte die als rechtsextrem eingestufte Partei 717 Stimmen (1,4 Prozent).
Am Rand
Die Republikaner, 2005 noch bei 1,5 Prozent, sind in Heilbronn weiter auf dem Rückzug und erhielten nur 551 Stimmen (1,1 Prozent). Nur in acht der 85 Wahllokalen gab es zehn oder mehr Stimmen mit dem Höchstwert 13 im Kindergarten Wartbergstraße, Zimmer 1.
Die Splitterpartei die Piraten kam auf 1095 Stimmen oder 2,1 Prozent. Mit 2129 Stimmen hatte diese Gruppierung in den 31 Landgemeinden, die zum Wahlkreis gehören, einen deutlich höheren Zuspruch.
„Hochburgen“ der Piraten sind in Heilbronn die Reinöhlschule (33 Stimmen), Johannes-Kindergarten (24 Stimmen), Süd-Kindergarten (22 Stimmen) und Awo-Kindertagesstätte (20 Stimmen). In den 81 weiteren Wahllokalen lagen die Stimmen allesamt unter der 20er -Marke.
28.09.2009
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