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Nicht nur das Wasser bewegt
Von Heiko Fritze
Jagsttalbahn
Geht es um Fremdenverkehr, fällt nach wenigen Sekunden bereits das Stichwort Jagsttalbahn. „Das wäre es gewesen“, meinte nicht nur Fritz Öchslen (UWV). Zwar wehrte er sich wie alle anderen Gemeinderäte dagegen, dass die Wiederbelebung der Strecke zu den Akten gelegt worden ist. Doch so lange sich die Nachbarstadt Krautheim gegen das Projekt sperrt - Fritz Wunderlich (CDU): „Die haben schließlich auch kein Geld.“ - bleibt das Projekt nur Zukunftsmusik. Dabei waren sich Bürger und Kandidaten einig: „Wenn wir mehr als nur Tagestouristen hier haben wollen, müssen wir ihnen einen Knaller bieten.“ Der Pfad der Stille habe immerhin schon einige Wanderfreunde angelockt, junge Familien bräuchten aber eine Attraktion auch für Kinder. So meinte nicht nur Martin Leiser (UWV): „Ein Eisenbahnfreund schaut sich vielleicht einmal den alten Bahnhof an, aber mehr auch nicht.“
Hoffnung setzen Bürger und Kandidaten auf das Herrenhaus Buchenbach: Das soeben eröffnete Infozentrum in der Nachbargemeinde Mulfingen, an dem die Jagsttalkommunen von Schöntal bis Langenburg beteiligt sind, müsse die Region deutlich besser vermarkten, kleine Pakete für mehrtägige Programme anbieten. Klarer Arbeitsauftrag an den neuen Gemeinderat: Dafür sorgen, dass dies auch umgesetzt wird, dass Kanufahrten auf der Jagst neu geprüft werden, dass die Vernetzung mit Nachbar-Angeboten wie Bad Mergentheim oder Schwäbisch Hall vorankommt, dass die Internetauftritte aufeinander verweisen.
Verkehr
Auch beim Verkehr wurden Verbesserungen angeregt. Schließlich, sagte Fritz Wunderlich, hat der Lkw-Verkehr auf der Bundesstraße stark zugenommen. „Viele nutzen das als Abkürzung zwischen der A 81 und der A 6, um Maut zu sparen.“ Die Anregung, eine Ampel zu installieren, wurde entgegengenommen - wobei sich die Räte einig waren, dass sie nur auf der Goldbacher Straße eine Chance hätte: zum einen, weil dort der Kindergarten- und Schulweg verläuft, zum anderen, weil es sonst zu kritischen Staus an der Kreuzung nach Klepsau kommen könnte. Ohnehin müsste innerorts einiges für die Bausubstanz getan werden. Die Ortsvorsteher Josef Naber (Meßbach), Josef Heßlinger (Laibach) und Herbert Rimner (Hohebach) plädierten für Unterstützung. „Wir brauchen neue Sanierungsgebiete“, meinte auch Gerhard Kohlmann. Aber ebenso Neubaugebiete, ergänzte Heßlinger: „Sonst ziehen uns die Jungen weg.“
Bliebe nur noch der klamme Haushalt. Einsparpotenzial besteht kaum noch, meinten die Räte: „Alles, was wir noch machen, sind Pflichtaufgaben.“
28.05.2009
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