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20.04.2009
Wahlkreis Hohenlohe und Hall: Direktkandidaten und Parteien fiebern Sonntag entgegen
Von Ralf Reichert
Hohenlohe - Rund 220.000 Wahlberechtigte können am Sonntag in 354 Wahlbezirken ihre Kreuzchen machen. Davon leben rund 70.000 im Hohenlohekreis und rund 150.000 im Landkreis Schwäbisch Hall. 2200 Wahlhelfer, davon rund 900 im Hohenlohekreis, sind im Einsatz.Sieben Direktkandidaten kämpfen im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe, der seit 2009 die Nummer 268 trägt, um die Erststimmen – genauso viele wie 2005. Damals trat noch ein Kandidat für die Partei Bibeltreuer Christen (PBC) an, jetzt ist mit Hans-Jürgen Lange erstmals ein Einzelbewerber am Start.
Ansonsten bleiben die Parteifarben der Direktkandidaten gleich: CDU (Christian von Stetten), SPD (Annette Sawade), FDP (Stephen Brauer), Grüne (Harald Ebner), Linke (Silvia Ofori) und NPD (Lars Gold). Von Stetten gewann 2002 (47,3 Prozent) und 2005 (46,5 Prozent) den Wahlkreis. Er sitzt damit seit sieben Jahren als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag.
Im Jahr 2005 verpassten die lokalen MdB-Urgesteine Hermann Bachmaier (SPD) und Ulrich Heinrich (FDP) den erneuten Sprung ins Parlament. Ihre Plätze auf den Parteilisten im Land waren zu schlecht. Vor allem die SPD will im Wahlkreis unbedingt wieder einen Abgeordneten stellen.
Annette Sawade hat den aussichtsreichen Listenplatz 19 und könnte über das bundesweite Zweitstimmenergebnis, das für die Sitzverteilung maßgeblich ist, ins Parlament einziehen – ganz sicher sein kann sie aber nicht. Harald Ebner von den Grünen, der im Land auf Platz 12 gelistet ist, hofft auf ein sehr gutes Parteiergebnis im Bund, das ihn ebenfalls zum MdB machen könnte, und selbst für Stephen Brauer (Listenplatz 18) könnte es bei einem außerordentlich guten FDP-Resultat bei der Hauptstimme reichen. Silvia Ofori (Linke) hat keinen Platz auf der Landesliste.
Neben den im Parlament vertretenen Parteien stellen sich in Hall-Hohenlohe zwölf weitere zur Wahl. Damit kann bei der Zweitstimme aus 17 Parteien gewählt werden (2005: zwölf). Spannung ist also garantiert. Da die Wahl diesmal vom Kreis Hall gemanagt wird, ist das Landratsamt in Künzelsau am Sonntag nicht geöffnet. Wer live dabei sein will, wie die lokalen Ergebnisse einlaufen, muss ab 18 Uhr ins Wahlstudio im Haller Landratsamt kommen.
25.09.2009
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