Bundestagswahl 27.09.2009
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GKN-Gegner wollen kämpfen
Von Reto Bosch
Neckarwestheim - Das Ergebnis der Bundestagswahl heizt in der Region die Atomenergiedebatte an. Union und FDP haben erklärt, die Laufzeiten für Kernkraftwerke zu verlängern. Nach derzeitigem Recht müsste der 33 Jahre alte GKN-Block I im Frühjahr 2010 vom Netz genommen werden. Die Reststrommenge für GKN II würde bis 2021 reichen. Sollte die neue Koalition das Atomgesetz wie angekündigt ändern, wollen Kernkraftgegner massiv Widerstand leisten.
Demonstration
„Wir holen den Protest zurück auf die Straße“, sagt zum Beispiel der Vorsitzende des Grünen-Kreisverbands Heilbronn, Ulrich Schneider. Konkrete Pläne gebe es noch nicht. Denkbar seien aber Demonstrationen. Schneider erinnert daran, dass es in der Vergangenheit auch zu Blockaden gekommen ist. Wolfram Scheffbuch, Vorsitzender des Bunds der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN), sagt ebenfalls: „Der Widerstand geht weiter.“ Für die SPD kündigt der Kreisvorsitzende Heilbronn-Stadt, Rainer Hinderer, an, seine Partei müsse „dem Schwenk von FDP und CDU gegenhalten“.
In früheren Jahren setzten die Demonstranten an den Castor-Transporten an. Weil an den Kraftwerkstandorten Zwischenlager gebaut wurden, gibt es diesen Hebel nicht mehr. Dennoch glaubt Scheffbuch, dass effektiv protestiert werden kann - mit Mahnwachen oder Kundgebungen. Parallel zu diesen öffentlichkeitswirksamen Aktionen sei es wichtig, im Gespräch zu bleiben mit den politisch Verantwortlichen. „Die Sachargumente gegen GKN I können nicht weggewischt werden“, meint Scheffbuch: etwa Erdbeben- und Terrorgefahr.
GKN-Betreiber EnBW will den Wahlausgang nicht kommentieren. Was hält EnBW davon, einen Teil des Gewinns aus der Laufzeitverlängerung zur Erforschung alternativer Energien einzusetzen? Sprecher Ulrich Schröder: „Wir sind gesprächsbereit.“ Die IHK Heilbronn-Franken befürwortet die Laufzeitverlängerung für GKN. Sonst sei derzeit keine ausreichende Energieversorgung garantiert, erklärt ein Sprecher.
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