Bundestagswahl 27.09.2009
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20.04.2009
Wahlkreis Heilbronn:
Direktmandat an Strobl, Link Gewinner, Glück für Juratovic
Von Joachim Friedl
Heilbronn - Zum vierten Mal in Folge gewinnt Thomas Strobl (CDU) trotz eines starken Stimmenverlusts von 6,1 Prozent (-17.372 Stimmen) mit 44,2 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn. Die CDU kommt im Stadtkreis Heilbronn und den 31 Landkreiskommunen auf 34,8 Prozent und ist damit besser als der Landestrend. Dennoch entspricht das CDU-Ergebnis einem Minus von 4,7 Prozent (13.507 Stimmen) gegenüber der Bundestagswahl 2005.Erfolg
Der Gewinner der Wahl ist Michael Link. Der Liberale steigerte mit + 7,6 Prozent (11.900 Stimmen) sein persönliches Ergebnis von 2005 auf 12 Prozent. Die FDP liegt im Wahlkreis Heilbronn bei 19,2 Prozent (31.770 Stimmen) und damit erstmals seit mehr als 50 Jahren über dem Landesdurchschnitt.
Einen harten Sonntag haben Josip Juratovic und die SPD hinter sich. Mit 8,6 Prozent verliert der Sozialdemokrat aus Gundelsheim-Böttingen massiv und kommt nur noch auf 25,1 Prozent. Dies entspricht 41.329 Stimmen, 19.024 weniger als 2005. Angesichts dieses Ergebnisses musste der SPD-Politiker lange bangen. Am frühen Montagmorgen stand schließlich fest: Auch Juratovic wird dem neuen Bundestag angehören.
Mit -11,1 Prozent (23.022 Stimmen) und dem damit einhergehenden Negativ-Rekordergebnis von 21,3 Prozent (35.222 Stimmen) verliert die SPD in den 32 Wahlkreiskommunen dramatisch. Noch nie schnitt die Partei bei einer Bundestagswahl so schlecht ab.
Steigerung
Mehr als ein Achtungserfolg verbucht mit 8,8 Prozent (14.534 Stimmen) Grünen-Kandidat Ulrich Schneider. Gegenüber 2005 verbessert der Bad Rappenauer sein Ergebnis um 3,2 Prozent (4.475 Stimmen). Die Grünen vergrößern ihren Zweitstimmenanteil um 2,6 Prozent auf 10,2 Prozent (16. 834 Stimmen).
Mit 7,4 Prozent (12.188 Stimmen) verdoppelt die Linkspartei ihr Ergebnis nahezu. Gleiches gelingt Hasso Ehinger. Der 69-Jährige steigert sein Ergebnis auf 6,4 Prozent (10.637 Stimmen) und legt um 3,1 Prozent (4555 Stimmen) zu.
NPD-Bewerber Alexander Scholl aus Weinstadt, der sich im Wahlkreis nur selten sehen ließ, holt 3655 Stimmen (2,2 Prozent). Die Partei kommt auf 1,6 Prozent (2618 Stimmen). Von den Splitterparteien kommen die Piraten auf 1,9 Prozent. Dies entspricht 3224 Stimmen.
Auf einem historischen Tiefpunkt ist die Wahlbeteiligung angekommen: Das Ergebnis von 2005 mit 77,1 Prozent sinkt nochmals um 7,3 Prozent auf 69,8 Prozent.
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28.09.2009
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