Bundestagswahl 27.09.2009
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20.04.2009
Strobl will mehr für Südwesten herausholen
Heilbronn/Berlin - Der neue Chef der baden-württembergischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Thomas Strobl, will in einer schwarz-gelben Regierung mehr für den Südwesten herausholen. Bisher übe sich Baden-Württemberg in sehr großer Solidarität mit anderen Ländern, sagte der Heilbronner Bundestagsabgeordnete in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. So sei das Land einer der größten Zahler im Länderfinanzausgleich. „Aber Solidarität darf keine Einbahnstraße sein“, mahnte der Abgeordnete, der auch CDU-Generalsekretär im Südwesten ist. Baden-Württemberg sei vom Bund bei den Investitionen in Bundesstraßen, Autobahnen und Schienen in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. „Das muss sich ändern.“Der Vertraute von Ministerpräsident und Landesparteichef Günther Oettinger (CDU) hatte sich am Dienstag in Berlin bei einer Kampfkandidatur mit großer Mehrheit gegen den bisherigen Vize-Landesgruppenchef Norbert Barthle durchgesetzt. Der 49-jährige Haushaltsexperte Strobl, der seit 1998 im Bundestag sitzt, folgt damit auf Georg Brunnhuber. Strobl widersprach Vorbehalten in der Südwest-CDU, Oettinger könne nun bestimmen, welche Richtung die Landesgruppe nimmt: „Ich würde mich nicht aus dem Staatsministerium fernsteuern lassen und die Landesgruppe auch nicht.“
Bessere Verzahnung
Dennoch sei es richtig, die Arbeit der Landespartei und der Abgeordneten im Bundestag besser zu verzahnen. „Die nächste Landtagswahl rückt näher. Da ist es kein Fehler, wenn wir sehr eng zusammenrücken“, sagte Strobl. Er sehe seine Aufgabe als Landesgruppenchef vor allem darin, unterschiedliche Persönlichkeiten und deren Interessen zu integrieren und zu bündeln. „Ein Landesgruppenchef sollte nicht seine Meinung in den Vordergrund stellen.“
Die Landesgruppe war insgesamt gestärkt aus der Bundestagswahl am Sonntag hervorgegangen - die Zahl der Abgeordneten stieg von 33 auf 37. Zwar brach die Südwest-CDU bei den Zweitstimmen von 39,2 auf 34,4 Prozent ein, doch zugleich errangen ihre Kandidaten 37 der 38 Direktmandate. Damit war das von Strobl vor der Wahl proklamierte „Projekt 38“ Wahlkreise fast realisiert worden. Die Landes-CDU kam dadurch auf zehn Überhangmandate. Nur die CSU und die NRW-CDU stellen noch mehr Parlamentarier in der Unions-Fraktion mit insgesamt 239 Köpfen.
Zur Person: Thomas Strobl
Seit 20 Jahren ist der gebürtige Heilbronner Stadtrat in seiner Heimatstadt, seit 1994 Fraktionsvorsitzender im Regionalverband. 1998 wurde er erstmals in den Bundestag gewählt und errang seither immer wieder das Direktmandat. Der Jurist ist seit 2005 ehrenamtlicher Generalsekretär der baden-württembergischen CDU. 1996 heiratete er Christine Schäuble, eine Tochter von Wolfgang Schäuble. Der 49-Jährige ist passionierter Marathonläufer. iba/lsw
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