Ergebnis im Wahlkreis 268 Schwäbisch Hall - Hohenlohe

    Erststimmen: Christian von Stetten (CDU) 43,3 Prozent - Annette Sawade (SPD) 21,6 Prozent - Stephen Brauer (FDP) 13,1 Prozent - Harald Ebner (Grüne) 12 Prozent - Silvia Ofori (Linke) 7,2 Prozent.

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    Christian Freiherr von Stetten, CDU

    Beide sind fast gleich alt, beide sind von blauem Blut, beide sind seit 2002 im Bundestag. Beide kritisieren den heraufziehenden Staatskapitalismus, beide sind überzeugte Marktliberale, beide ziehen ihre klare Linie durch. Der eine auf der offenen Weltbühne (siehe Opel), der andere eher im Hintergrund (siehe Erbschaftssteuer). Ach ja: Beide sehen auch noch ganz gut aus und benehmen sich so, wie man das von wohl erzogenen Freiherren erwarten darf.

    Doch während der eine als Wirtschaftsminister auf der politischen Überholspur flitzt, strebt der andere trotz bester Beziehungen zu dem Shooting-Star nicht nach höheren Weihen und will „nur“ Abgeordneter bleiben. Der eine heißt Karl-Theodor zu Guttenberg (38), der andere Christian von Stetten (39).

    „Ich stelle keine Ansprüche an Regierungsämter, aber ich will Einfluss haben auf die Regierungstruppe.“ Diesen Einfluss hat er sich erkämpft. Zu Beginn wegen seines Aussehens als „Mr. Bundestag“ geadelt, ist er in Berlin mittlerweile der „Mr. Mittelstand“. Weil er sich wie kaum ein anderer für dieses Klientel einsetzt. Er bremste die Reform der Erbschaftssteuer und beharrte eineinhalb Jahren auf Nachbesserungen. Er war gegen die Abwrackprämie und wollte über die EU-Verfassung das Volk abstimmen lassen – alles gegen die CDU-Mehrheit. Dies hat ihn nicht etwa isoliert. Nein, er wird deshalb eher respektiert. Auch die Basis honorierte sein Tun und hob ihn im Juli 2008 mit 94 Prozent erneut aufs Schild. Mit diesem Traumergebnis konterte er inner- und außerparteiliche Kritiker, die ihn mit unbewiesenen Anschuldigungen aufgrund seiner Nebentätigkeiten und in seiner Funktion als Landesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT anschwärzen wollten, mit diesen Stör-Manövern aber ins Leere liefen.

    Unabhängigkeit geht von Stetten über alles. Der Künzelsauer fühlt sich in erster Linie seinen regionalen Wählern verpflichtet. Sein Name steht nicht auf der CDU-Landesliste, zurzeit hat er nicht mal ein Parteiamt. Das ermöglicht ihm eine Freiheit, die andere nicht haben. Und deshalb fühlt er sich in der Berliner Regierungsmaschinerie fehl am Platz. „Da bin ich zu stark an Weisungen gebunden.“ Und sollte es einmal mit dem MdB-Job vorbei sein, „kann ich als Kaufmann jederzeit etwas anderes machen“.

    Mit Guttenberg wird er natürlich weiterhin ein enges Verhältnis pflegen. Am 17. September wird man sie in Crailsheim sehen: „Das Zugpferd der Partei kurz vor der Wahl zu kriegen, das hätte nicht jeder Abgeordnete geschafft“, weiß von Stetten um sein Standing: „Der braucht Leute, die im Parlament dafür sorgen, dass sie da bleiben, wo sie sind.“

    Der auf Schloss Stetten lebende Freiherr wurde am 24. Juli 1970 in Stuttgart geboren. Er studierte BWL und machte sich mit 24 Jahren selbstständig. Früh stieg er in die Kommunalpolitik ein, seit 1994 ist er Stadt- und Kreisrat. Seit September 2002 ist der Diplom-Betriebswirt direkt gewählter CDU-Bundestagsabgeordneter im Wahlkreis. Er ist Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags und stellvertretender Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand seiner Fraktion.






    Annette Sawade, SPD

    Frau, rot und Hohenlohe – passt das zusammen? „Und ob. Das ist eine Herausforderung“, sagt die Hohenloher SPD-Kandidatin für den Bundestag Annette Sawade. Eine, die sie gerne annimmt. Denn Kämpfen hat die 55-Jährige gelernt, die bis zur Ausbürgerung 1982 in der DDR gelebt hat. Als Tochter aus einem Haus mit bildungsbürgerlichem Hintergrund und ohne Jugendweihe war Annette Sawade dem SED-Staat stets suspekt. Dass sie sich nie korrumpieren ließ und an der Uni das Ansuchen junge Männer für den Offiziersdienst zu werben, abgelehnt hat, darauf ist sie „noch heute stolz“.

    Ihren Kampfgeist brauchte die Diplomchemikerin auch, um mit der vierköpfigen Familie im Westen Fuß zu fassen. „Diese Zeit war nicht einfach“, fasst sie knapp zusammen. Die Sorgen vieler Familien kennt sie deshalb aus eigener Erfahrung: Geld war knapp. Familie und Beruf waren kaum unter einen Hut zu bekommen. In Berufstätigkeit zwingen will sie Mütter nicht. „Niemand muss müssen“, betont Sawade. Aber viele Eltern müssten Doppelverdiener sein, weil es sonst nicht reicht. Und Kinder dürfen kein Armutsrisiko sein.“ In der Landesforstverwaltung fasst Annette Sawade in den 80ern nach einer Zusatzausbildung in Informationstechnik selbst beruflich Fuß. Als sie an den Forstämtern die neue EDV einführt, lernt sie damals bereits den Hohenlohekreis kennen. Dass sich mancher noch an sie erinnert, das freut die Neu-Hohenloherin, die seit Juni in Schwäbisch Hall wohnt.

    In dieser Zeit hat das politische Engagement der Annette Sawade seine Wurzeln – erst im Sillenbucher Bürgerverein, ab 1990 in der SPD, für die sie 1994 in den Stuttgarter Gemeinderat einzieht. Die SPD muss es sein schon aus Familientradition, vor allem aber „wegen der Ostpolitik von Willy Brandt.“

    Nach Jahren in Ostberlin und Stuttgart, mit 15 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung im Gepäck, ist Hohenlohe nun das richtige Terrain. Im ländlich-kleinstädtischen Milieu schließt sich der Kreis für die gebürtige Thüringerin aus Mühlhausen. „Kleine Boote sind manövrierfähiger als große Tanker. Deshalb lässt sich im ländlichen Raum manches besser bewegen“, findet sie. Dass sie als SPD-Kandidatin auch in Hohenloher Unternehmen Zuspruch findet, da zwei Vertreter in Berlin besser seien als einer, stärkt ihre Zuversicht. Der ländliche Raum hat andere Bedürfnisse als Ballungszentren, dessen ist sich die Sozialdemokratin bewusst. Wofür sie sich als erstes einsetzen einsetzen würde? Da muss Annette Sawade nicht überlegen: „In der Breitbandanbindung muss was passieren, und auch an eine bessere Bahnanbindung muss man ran.“

    In der DDR zählten der systemkritische Lyriker Reiner Kunze und die spätere brandenburgische Sozialministerin Regine Hildebrandt zu Annette Sawades Freundeskreis. Die Wahlmüdigkeit der Deutschen und die Häme, die Politiker zurzeit trifft, erfüllen sie mit Sorge. Denn Demokratie ist ihr ein kostbares Gut geblieben: „Wir brauchen Bürger, die in der Regierung sitzen, nicht nur Lobbyisten. Dann hat Politik einen erheblichen Mehrwert.“ Davon ist Annette Sawade überzeugt.






    Stephen Brauer, FDP

    Der Weg war 100 Kilometer lang und führte vom Kloster Schöntal bis nach Kreßberg. An vier Tagen durchwanderte Stephen Brauer den Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe, dazu besuchte er im Wahlkampf alle 46 Gemeinden. „Ich habe sogar mit dem Rauchen aufgehört“, erzählt Brauer. Zumindest bis zur Wahl will er die Finger davon lassen.

    Stephen Brauer stieß erst 2005 zu zu den Freien Demokraten, drei Jahre später wurde er ohne Gegenkandidat zum FDP-Direktkandidaten für den Wahlkreis Hohenlohe gewählt. „Ich habe mein eigenes Desinteresse überwunden und setze mich jetzt für die Gesellschaft ein“, sagt Brauer. Er beobachte, dass viele Menschen in Passivität verharren. „Viele Leute schauen nur nach jemandem, der sich um sie kümmert.“ Mit Unterhaltung wollten sich die Menschen von der Krise ablenken, ohne selbst Verantwortung zu übernehmen.

    Dieser Entwicklung will Brauer entgegentreten. „Mein Ziel ist die freie Bürgergesellschaft“, sagt der 38-Jährige. Zuerst müssten die Menschen ihre Freiheit bekommen, dann könnten sie für sich und andere handeln. Nur so gelinge es auch, für Menschen am Rand der Gesellschaft und Kranke da zu sein. „Die FDP ist nicht die Klientel-Partei der Wirtschaft“, stellt Brauer klar, „sie kümmert sich auch um die Schwachen“.

    Sollte die FDP nach der Wahl mitregieren, will die Partei laut Brauer einiges anders machen. Der Gesundheitsfonds, der auch zu Lasten Baden-Württembergs gehe, müsse abgeschafft werden. Außerdem brauche Deutschland ein einfaches und gerechtes Steuersystem. Zudem habe die FDP bereits 400 Vorschläge gemacht, wie man die Staatsausgaben verringern könne. Deutschland müsse weder den Abbau von Steinkohle subventionieren noch 65 Millionen Euro für Standortmarketing ausgeben. Brauer passt es auch nicht, dass der Verteidigungsetat dreimal so hoch wie der Haushaltsposten für Bildung und Forschung sei. Auch Parteichef Westerwelle wird nicht müde zu betonen, dass Deutschland als rohstoffarmes Land auf gut ausgebildete Menschen und technologischen Vorsprung angewiesen sei.

     In den Bundestag wird Brauer kaum einziehen. Als Neuling schaffte er es auf Platz 18 der Landesliste, aktuell sind neun FDP-Abgeordnete aus Baden-Württemberg im Reichstag vertreten. „Wenn wir unsere Stimmen verdoppeln, bin ich drin“, sagt Brauer und schmunzelt. Bei der letzten Bundestagswahl holte die FDP im Land 11,9 Prozent. Die Zigarre, die sich Brauer am Wahlabend anstecken will, würde bei knapp 24 Prozent wohl überragend schmecken.

    Der FDP-Kandidat ist 1970 in Crailsheim geboren und der Großen Kreisstadt bis heute treu geblieben. Sein Studium der Wirtschaftspädagogik in Nürnberg schloss er 1996 als Diplom-Handelslehrer ab. Anschließend unterrichtete er sechs Jahre lang an der Fachschule für Betriebswirtschaft in Reutlingen und der Berufsakademie in Stuttgart. Inzwischen ist Brauer Lehrer für Betriebswirtschaft am Berufsschulzentrum Ellwangen. Der 38-Jährige ist mit einer Portugiesin verheiratet, hat keine Kinder, spielt Tennis sowie Fußball bei den Alten Herren des SV Onolzheim.





    Harald Ebner, Grüne

    Er ist kein Fundi, keiner der ersten Stunde. Den Grünen trat Harald Ebner erst im Jahr 2002 bei, als er längst für die Unabhängige Grüne Liste im Kirchberger Gemeinderat saß. Doch der Weg in die Partei war für ihn zwangsläufig. Und nun schickt er sich in an, womöglich in den Bundestag einzuziehen – falls das Wahlergebnis so gut ausfällt, wie es Umfragen zurzeit vorhersagen.

    „Das würde mein Leben komplett umkrempeln“, ist dem Diplom-Agraringenieur klar, der seit 2006 beim Landratsamt Schwäbisch Hall in der Unteren Naturschutzbehörde arbeitet. Noch verbringt der Grünen-Kreisvorsitzende so viel Zeit wie möglich im eigenen Garten unterhalb der historischen Kirchberger Altstadt. „Da kann ich runterkommen. Der Garten ist das, was mir von der Landwirtschaft geblieben ist.“

    Denn Ebner stammt aus einer Bauernfamilie. Geboren 1964 in Göppingen, verbrachte er die ersten Jahre auf dem Bauernhof, ehe seine Eltern schließlich den Betrieb aufgaben. „Der Geruch von frisch gemähtem Heu, von eben gedroschenem Korn ist für mich heute noch einmalig“, gerät er ins Schwärmen. Kein Wunder, dass er sich für ein landwirtschaftliches Studium entschied, nachdem er seinen Zivildienst bei Gerabronn auf einem landwirtschaftlichen Betrieb einer sozialtherapeutischen Einrichtung absolviert hatte.

    Dort kam es aber auch zum Wandel seiner Einstellung: Hatte ihn als Schüler noch fasziniert, was mit den Naturwissenschaften alles möglich ist, wurde er nun zum Kritiker der grenzenlosen Forschung. Biologische Landwirtschaft – „damals noch etwas ganz Exotisches“ – wurde sein Schwerpunkt, nach dem Abschluss startete er 1993 als selbstständiger Naturschutzberater. Die Unterwasser-Vegetation im Bodensee erforschte er, kartierte Biotope, bekam Werkverträge, ehe ihn die Liebe nach Schwäbisch Hall verschlug und er als hauptamtliche Naturschutzfachkraft ins Landratsamt kam. Zweieinhalb Jahre war er dann nochmals zum Ministerium für den ländlichen Raum abgeordnet, ehe er vor zwei Jahren zurückkehrte.

    Trotz seines Engagements für den Naturschutz war ein Beitritt zu den Grünen lange kein Thema – obwohl er in dem 4500-Einwohner-Städtchen seit langem das Blatt der Unabhängigen Grünen Liste, die „Brennnessel“, betreut, mit Gleichgesinnten das Kirchberger Kino als Programmkino wiederbelebt hat und dadurch sogar einmal in der Jury der Berlinale saß – und natürlich kommunalpolitisch interessiert ist. „Ich habe mir aber schließlich gesagt, ich sollte mich nicht verstecken, sondern für meine Ziele einstehen.“ Das tut er nun.

    Der Diplom-Agraringenieur und Landschaftsökologe wurde 1964 in Göppingen geboren. Der verheiratete Familienvater kam 1984 nach Hohenlohe und kehrte nach dem Studium hierhin zurück. Mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern wohnt er in Kirchberg an der Jagst. 1999 bis 2004 saß er für die Unabhängige Grüne Liste im Gemeinderat. 2002 trat der den Grünen bei, wurde 2003 Mitglied des Kreisvorstands und ist seit 2008 Kreisvorsitzender.




    Silvia Lfori, Linke

    Um Silvia Oforis Haus zu finden, braucht es kein Navi. Wer sich Schwäbisch Hall nähert und immer mehr Wahlplakate der Linken sieht, der ist auf dem richtigen Weg. Bis in die Lange Straße nimmt die Plakat-Dichte zu, schließlich grüßt Gregor Gysi von einer Hauswand. Dort wohnt die Kandidatin, die für die Linkspartei in den Bundestag will.

    Silvia Ofori ist 53 Jahre alt und hat nie in eine Partei gewollt – zu festgefahren schienen ihr die Strukturen. Aber frauenbewegt sei sie schon immer gewesen. Vielleicht ist das kein Wunder, denn Frauen haben sie geprägt.
    „Ich stamme aus ganz einfachen Verhältnissen“, sagt die gebürtige Schwäbisch Hallerin. Ihre Mutter ist ungelernte Arbeiterin und erzieht ihre Tochter alleine. „Meinen Vater habe ich nie kennengelernt.“ Der war als Deutscher in die USA ausgewandert, kam nach dem Krieg als Soldat in die Haller Dolan Baracks und kehrte danach nach Amerika zurück – ohne Partnerin und ohne Kind. Dafür erinnert sich Ofori an ihre bayrische Oma. Auf den Wirtschaftsminister Ludwig Erhard habe die geschimpft, sagt Ofori und: „Sie war schon immer SPD-orientiert.“ Der Weg in die Politik führt zunächst nicht in Parteinähe. 1980 wird Ofori Mitglied in der Bürgerinitiative gegen die geplante Tierkörperbeseitigungsanlage am Rand des Bühlertals. Außerdem engagiert sie sich in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

    Der Entschluss, dann doch für eine Partei in den Wahlkampf zu ziehen, hat mit ihrem Beruf zu tun. Die gelernte Bankkauffrau in der Bausparkasse Schwäbisch Hall ist Aufsichtsrätin und Betriebsrätin zugleich. Als solche stelle sie fest: „Die Bedingungen für Arbeitnehmer haben sich in den letzten Jahren verschlechtert, das kann man mit gesundem Menschenverstand erkennen.“ Gleiches gelte für die Arbeitslosen. Silvia Ofori will „politisch etwas von Links bewegen.“ Ofori wird zunächst Mitglied in der westdeutschen Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit, ehe die WASG mit der PDS zur Linken fusioniert. Sie gehört dem Landesvorstand an, will mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Frauen in der Politik. Höhere Sozialausgaben seien auch finanzierbar, sagt die Kandidatin: durch höhere Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und: „Die Reichen müssen wieder mehr Steuern bezahlen.“

    Reichtum für alle steht auf ihren Plakaten. Silvia Ofori hat eine Anekdote parat, die ihr gut gefällt: Eine ältere Frau habe sie in Hall darauf aufmerksam gemacht, dass das nicht möglich sei. Die Frau habe sich auf ihre Gehhilfe gestützt, etwas nachgedacht und dann gesagt: „Aber halbreich, das wär ja was.“

    Die 53-jährige gebürtige Schwäbisch Hallerin kandidiert zum ersten Mal für den Bundestag. Silvia Ofori leitet Feldenkrais-Kurse und hat eine theaterpädagogische Ausbildung begonnen. Sie ist mit einem Ghanaer verheiratet und reist deshalb oft mit ihm in das westafrikanische Land. Ihr Ehemann sei sehr von den Traditionen seiner Heimat geprägt, sagt sie. Dass er sich dennoch gut mit seiner frauenbewegten Ehefrau vertrage, habe einen simplen Grund: Toleranz. mas








    Hans-Jürgen Lange, Wählergemeinschaft Für Volksentscheide

    Hans-Jürgen Lange aus Fichtenberg beschreibt einen Grundsatz seiner politischen Orientierung so: „Ich als Bürger habe Verantwortung für mich und das Gemeinwohl.“

    Damit der Bürger diese Verantwortung wahrnehmen könne, bedürfe es jedoch konkreter Einflussmöglichkeiten. Etwa durch direkte Abstimmungen und Volksentscheide. „Zu diesen anderen Abstimmungen und Volksentscheiden auf Bundesebene fehlt bis heute die notwendige Durchführungsverordnung“, sagt Lange. Als Kandidat für den Wahlkreis Schwäbisch Hall - Hohenlohe wolle er sich für Volksentscheide auf Bundesebene einsetzen, so der 73-jährige Rentner.

    Der gelernte Schriftsetzer verweist auf eine lange Liste von Organisationen, die er als Mitglied oder Förderer unterstützt. Sie reicht beispielsweise von der Bauernschule Hohenlohe in Kirchberg über Pro Vieh, die Gewerkschaft Verdi und den Verein Rettet den Regenwald. In der Vergangenheit war er zudem Mitglied der Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen.   

    Geboren 1936, wuchs Hans-Jürgen Lange in Leipzig auf . Er lernte Schriftsetzer. Vor die Frage gestellt, ob er den Wehrdienst in der DDR absolvieren wolle, zog er nach Baden-Württemberg. Unter anderem arbeitete er für die Stuttgarter Zeitung. 18 Jahre war er ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Stuttgart.



    Lars Gold, NPD

    „Ich bin nicht intolerant, nur weil ich für mein Volk und meine Heimat einstehe“, sagt Lars Gold (24). Der Kandidat der NPD im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe will auch nicht als ausländerfeindlich gelten. Doch seine Partei ist gerade auch wegen ausländerfeindlicher Tendenzen als rechtsextrem eingestuft. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet.
    Lars Gold ist in dieser Partei nicht irgendein Mitläufer. Schon als 15-Jähriger trat er in die NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) ein. Inzwischen ist er JN-Landesvorsitzender und Mitglied im NPD-Landesvorstand. „Wir müssen die ländlichen Gegenden stärken und die Landwirtschaft unterstützen“, tut Gold genau das, was verantwortliche Politiker häufig beobachten: Die extreme NPD behandelt Themen mit vordergründig bürgerlichen Argumenten. Gold weiter: Die Jugend benötige wieder Perspektiven. Zunehmend stellen Verfassungsschützer fest, dass Rechtsradikale vor allem Jugendliche und Schüler mit ihrer Propaganda umwerben.

    Der 24-Jährige ist in Schwäbisch Hall geboren und in Frankenhardt aufgewachsen. Nach dem Werkrealabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Drucker. In dem Beruf arbeitet er immer noch und bildet sich derzeit zum Meister weiter. Lars Gold wohnt in Langenau bei Ulm, kommt aber oft nach Crailsheim. 

     







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    Wahlkreis 268 "Schwäbisch Hall - Hohenlohe"

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