Ibiza für den Großstadtdschungel

SEAT ARONA  Kleines SUV steht bei den Händlern − Flottes Design und ausreichend Platz

Von unserem Redakteur Alexander Schnell

Ibiza für den Großstadtdschungel

Jetzt probt auch Seat den Zwergenaufstand: Inspiriert vom Erfolg des Opel Mokka X und angestachelt von neuen Konkurrenten wie dem Hyundai Kona, haben die Spanier vor kurzem ebenfalls ein kleines Sports Utility Vehicle (SUV) in den Handel gebracht. Der neue Arona basiert auf dem Ibiza und kostet ab 15?990 Euro.

Bis zum Jahr 2019 investiert Seat 3,3 Milliarden Euro in seine Produktoffensive. "Der Arona ist bereits die dritte Neuheit in diesem Jahr", sagt Firmenboss Luca de Meo, der für 2016 erstmals seit etlichen Jahren wieder einen Gewinn in Höhe von 143 Millionen Euro vermelden konnte. "Ich sag mal so: Wir sind derzeit gut in Form." Das kann man auch vom Arona sagen, denn im Vergleich zur Konkurrenz setzen die Spanier wie schon beim Ibiza auf eine dynamische Linienführung mit scharfen Kanten, großen Rädern und unverwechselbaren LED-Leuchten. Wer es richtig bunt liebt, kann das Dach in drei Kontrastfarben ordern. Rote Karosserie und schwarzes Dach, Karosserie in Orange und dazu ein graues Dach − das sieht alles ziemlich peppig aus. Insgesamt gibt es 68 Farbkombinationen. Und auch innen treibt es der Arona an Türen und Mittelkonsole auf Wunsch kunterbunt.

Apropos Innenraum. Der kleine Spanier ist nicht nur der neue Schönling in seiner Klasse, er setzt auch auf praktische Werte. Daher haben ihn die Ingenieure im Vergleich zum Ibiza in der Länge um acht Zentimeter auf 4,14 Meter gestreckt. Zudem ragt er knapp zehn Zentimeter weiter in die Höhe. Das Ergebnis: etwas mehr Bewegungsfreiheit vorne und hinten für die Passagiere, eine erhabene Sitzposition mit perfektem Rundumblick und ein üppiges Kofferraumvolumen von 400 Litern (Ibiza: 355 Liter). Ansonsten kennt man das Cockpit vom Ibiza: stark fahrerorientiert und mit schickem Acht-Zoll-Touchscreen. Smartphones lassen sich problemlos einbinden, kabelloses Laden ist Standard.

"Mit einem Basisgewicht von rund 1000 Kilogramm ist der Arona eines der leichtesten Fahrzeuge seiner Klasse", sagt Technik-Vorstand Matthias Rabe. Das spürt man beim Fahren, dennoch kommt der Komfort nicht zu kurz. Technisch ist das kleine SUV ebenfalls gut gerüstet: Auf Wunsch parkt der Arona selbst ein, hält automatisch den nötigen Abstand zum Vordermann und leitet im dichten Stadtverkehr bei Bedarf eine Notbremsung ein. Ein Offroader ist der Wagen freilich nicht − den Ibiza für den Großstadtdschungel wird es nur mit Frontantrieb geben. Wer unbedingt Allrad möchte, muss zum Schwestermodell T-Roc von Volkswagen greifen. Der teilt sich Plattform und Technik mit dem Arona.

Bei den Motoren setzt Seat auf das Modernste, was es derzeit im VW-Konzern gibt. Bei den Benzinern haben die Käufer die Wahl zwischen drei Aggregaten. Den Einstieg bildet ein Einliter-Dreizylinder mit 95 und 115 PS. Darüber rangiert der neue 1,5-Liter-Vierzylinder mit 150 PS und Zylinderabschaltung. Wer einen Diesel möchte, kann zu einem 1,6-Liter-Vierzylinder mit 95 oder 115 PS greifen. Die Verbrauchswerte liegen zwischen 4,0 Diesel und 5,1 Liter Benzin, das entspricht CO2-Emissionen von 105 bis 115 Gramm pro Kilometer. 2018 folgt eine Erdgasvariante. "Zehn Prozent Anteil am Motorenmix sind da durchaus machbar", sagt Rabe.