Klemm bleibt Betriebsrat im größten Daimler-Pkw-Werk

 


Sindelfingen - Erich Klemm ist im größten Pkw-Werk des Autobauers Daimler in Sindelfingen erneut zum Betriebsrat gewählt worden. Damit hat der 55-Jährige auch die erste Hürde genommen, um seinen Posten als Vorsitzender des Daimler-Gesamtbetriebsrats für weitere vier Jahre zu behalten.

Die IG Metall gewann nach dem vorläufigen Ergebnis 44 von 55 Betriebsratsmandaten in dem Werk, wie eine Betriebsratssprecherin am Montagabend mitteilte. Die neu gewählten Arbeitnehmervertreter wollen bei ihrer ersten Sitzung am 22. März ihren Vorsitzenden küren.

Sollten sie Klemm wieder zu ihrem Chef machen, zieht er auch erneut in den Gesamtbetriebsrat ein. Beim ersten Treffen dieses Gremiums am 20. und 21. April soll dann der Vorsitzende gewählt werden.

Klemm ist seit 1978 Betriebsrat und seit 1989 Betriebsratsvorsitzender im Werk seiner Geburtsstadt Sindelfingen (Kreis Böblingen). Seit 1999 ist der gelernte Maschinenschlosser Gesamtbetriebsratschef und damit auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Autobauers.

Klemm gehört außerdem neben dem Personalvorstand von Daimler zum harten Kern der Verhandler, wenn im wichtigen Bezirk Baden-Württemberg um die neuen Tarifverträge für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie gerungen wird. Mehrere Abschlüsse aus den vergangenen Jahren tragen auch seine Handschrift.

Die letzten Monaten waren für den mächtigen Betriebsratschef allerdings nicht leicht. Klemm konnte nicht verhindern, dass die Produktion der C-Klasse künftig von Sindelfingen in die USA verlagert wird. Im Gegenzug trotzte der 55-Jährige dem Vorstand aber das Versprechen ab, bis zum Jahr 2020 im größten Pkw-Werk des Konzerns auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.




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