Hofbräu-Chef Christian Rasch wird Alleinvorstand bei Rothaus

Grafenhausen (dpa/lsw)  Grafenhausen (dpa/lsw) - Der Chef der Stuttgarter Hofbräu, Christian Rasch, wird neuer Alleinvorstand der landeseigenen Brauerei Rothaus. Der Rothaus-Aufsichtsrat entschied sich am Donnerstag für den 44-Jährigen.

Der Chef der Stuttgarter Hofbräu, Christian Rasch, wird neuer Alleinvorstand der landeseigenen Brauerei Rothaus. Der Rothaus-Aufsichtsrat entschied sich am Donnerstag für den 44-Jährigen.

Kisten mit Bierflaschen der Brauerei Rothaus
Die Brauerei Rothaus bekommt einen neuen Alleinvorstand. Foto: Patrick Seeger

Der Chef der Stuttgarter Hofbräu, Christian Rasch, wird neuer Alleinvorstand der landeseigenen Brauerei Rothaus. Der Rothaus-Aufsichtsrat entschied sich am Donnerstag für den 44-Jährigen.

Er werde seine neue Funktion zum nächstmöglichen Termin antreten, teilte das Unternehmen in Grafenhausen im Hochschwarzwald mit. Zunächst müsse er seinen Vertrag bei Hofbräu beenden. Ein genaues Datum für den Amtsantritt stehe daher noch nicht fest.

 Kenner der Branche

Rasch ist seit drei Jahren Sprecher der Geschäftsleitung von Hofbräu. Er wird bei Rothaus Nachfolger von Thomas Schäuble, der vor vier Monaten nach schwerer Krankheit gestorben war.

"Mit Christian Rasch wird ein erfahrener Fachmann und intensiver Kenner der Branche das Ruder bei Rothaus übernehmen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende, Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne). Rasch ist im südbadischen Lörrach geboren und Hotelbetriebswirt. Von 1992 bis 2008 war er in führenden Positionen beim Braukonzern Radeberger. Vor fünf Jahren wechselte er als Vertriebs- und Marketingdirektor zur Stuttgarter Hofbräu, seit drei Jahren steht er dort an der Spitze. Hofbräu gehört Radeberger.

 80 Millionen Euro Umsatz

Rothaus hat rund 230 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Umsatz von rund 80 Millionen Euro und produziert etwa 880.000 Hektoliter Bier pro Jahr. Dem Land überweist Rothaus jährlich eine Dividende von 17 Millionen Euro.

Seit dem vergangenen Sommer führt der frühere CDU-Finanzminister Gerhard Stratthaus (71) als Interimsvorstand die Geschäfte. Sein Engagement wurde notwendig, nachdem Rothaus-Chef Schäuble wegen einer schweren Erkrankung nicht mehr zur Verfügung stand. Der Vertrag von Stratthaus endet im September. Ein längeres Engagement verbietet das Aktiengesetz. Stratthaus ist langjähriger Aufsichtsrat bei Rothaus.