Brüssel will früheren Goodyear-Mitarbeitern helfen

Brüssel (dpa)  Die EU-Kommission will die ehemaligen Mitarbeiter des Reifenherstellers Goodyear in Baden-Württemberg finanziell unterstützen. 2,1 Millionen Euro sollten unter anderem für Fortbildungsmaßnahmen und Workshops zur Verfügung gestellt werden, schlug die Brüsseler Behörde am Freitag vor.

Goodyear Logo und Stopschild
Ein Stoppschild steht am in Philippsburg (Baden-Württemberg) vor dem Goodyear-Reifenwerk Foto: Uwe Anspach/Archiv

Das Geld stammt aus einem speziellen Fördertopf der EU, der die Folgen wirtschaftlicher Krisen für Beschäftigte dämpfen soll.

«EU-Solidarität ist entscheidend, wenn es darum geht, neue Jobs für viele Menschen mit ähnlichen Fähigkeiten zu finden, die zur selben Zeit, am selben Ort arbeitslos geworden sind», sagte die zuständige EU-Kommissarin Marianne Thyssen. 646 frühere Goodyear-Angestellte sollen demnach nun profitieren. Die EU-Staaten und das Europaparlament müssten dafür aber noch mehrheitlich zustimmen.

Der US-Reifenhersteller Goodyear hatte seine Produktion im Werk in Philippsburg im vergangenen Jahr eingestellt. Grund sei die Konzentration auf nachfragestarke Premium-Reifen, hieß es damals. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen noch rund 6400 Mitarbeiter an sechs Standorten.