VW-Hauptaktionär Porsche SE profitiert von VW-Aufwärtstrend

Stuttgart (dpa/lsw)  Dank des Aufwärtstrends von Volkswagen nach dem Abgas-Skandal dürfte auch VW-Hauptaktionär Porsche SE einen kräftigen Gewinn eingefahren haben. Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 legt die Firma heute in Stuttgart vor.

Ferdinand Piëch
Der frühere VW-Aufsichtsratschef, Ferdinand Piëch. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv

Das Unternehmen mit etwa 30 Mitarbeitern ist eine Beteiligungsgesellschaft, die rund 52 Prozent der Stimmrechte an VW hält. Der Autoclan Porsche/Piëch hat das Sagen bei der Porsche SE (PSE), die 2007 entstand und keinen direkten Bezug zum Autobauer Porsche AG hat. Der wiederum ist eine VW-Tochter.

Die PSE und VW sind eng miteinander verwoben. VW-Vorstandschef Matthias Müller sitzt auch im Porsche-SE-Vorstand, VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch ist Vorstandschef der PSE.

Eine Überraschung war unlängst die Ankündigung des PSE-Miteigentümers und früheren VW-Konzernlenkers Ferdinand Piëch, einen Großteil seines gut 1,1 Milliarden Euro schweren Aktienpaketes verkaufen zu wollen. Der 79-Jährige hält noch 14,7 Prozent an der PSE, der Anteil beschert ihm mit einem PSE-Aufsichtsratsmandat bisher den letzten Posten im VW-Reich. Dieses Mandat dürfte er Ende Mai auf der Porsche-Hauptversammlung verlieren. Der PSE-Vorstand dürfte sich am Dienstag auch zum Thema Piëch äußern.