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Fortsetzung ist ausdrücklich erwünscht
Von Thomas Zimmermann
Schwäbisch Hall - Der Ministerpräsident ließ auf sich warten. Mit rund 15 Minuten Verspätung begann Stefan Mappus seine Eröffnungsrede am Schlusstag des ersten Deutschen Kongresses der Weltmarktführer. Die Wartezeit in der Bausparkasse Schwäbisch Hall überbrückte der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, spontan mit Antworten auf die Euro-Krise. "Die Griechen haben noch nie einen ordentlichen Staat gemacht", redete Hüther Klartext und empfahl der Politik in der Euro-Krise "mehr Schweigen".
Dass mit Baden-Württemberg gut Staat zu machen sei, erläuterte anschließend ein gut gelaunter Stefan Mappus. Niedrige Arbeitslosigkeit, hohes Wachstum, hohe Investitionen in Infrastruktur und Bildung seien die Pluspunkte. "Wir haben mit 2,7 Prozent Jugendarbeitslosigkeit den niedrigsten Wert in Europa, darauf bin ich besonders stolz", betonte der Ministerpräsident. Mit Blick auf das gleichzeitig stattfindende Weltwirtschaftsforum in der Schweiz meinte Mappus: "Der Weltmarktführerkongress ist eine gute Antwort auf das, was gerade in Davos geschieht. Das ist typisch Baden-Württemberg, das sollten wir weiter vorantreiben."
Festabend Am Vorabend fand in der guten Stube der Stadt Schwäbisch Hall der gesellschaftliche Höhepunkt des Weltmarktführerkongresses statt. 150 Gäste genossen im Neubausaal Spezialitäten vom schwäbisch-hällischen Landschwein bis zu den Weinen aus der Fürstenfass-Kellerei Hohenlohe. "Bei dem hohen Niveau der Veranstaltung und dem Medienecho über unsere Region geht einem regelrecht das Herz auf", freute sich Heilbronns Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Verleihung des mit 10 000 Euro dotierten Würth-Nachwuchspreises an die Medizintechnikfirma Partec aus dem sächsischen Görlitz. Das wachsende Biotechnologieunternehmen hat ein Zellanalysesystem erfunden, das die Testkosten von Aids-Patienten reduziert. "Mit diesem Preis wollen wir zeigen, dass es sich in Deutschland lohnt, ein unternehmerisches Wagnis einzugehen", erläuterte Würth-Chef Robert Friedmann den Grund für das Engagement des Unternehmens. Auch für den Kongress fand der Sprecher der Konzernführung lobende Worte. "Nach einem solchen erfolgreichen Auftakt halte ich es für gesetzt, dass der Kongress weitergeht", so Friedmann.
Stimmung "Mich hat die positive Grundstimmung überrascht", so das Urteil des Direktors des Regionalverbandes, Klaus Mandel. "Hier findet man jede Menge Führungspersönlichkeiten mit Herzblut und Leidenschaft", ergänzte Michael Rüger von der Beratungsfirma Management Engineers aus Düsseldorf. Bei so viel Lob fällt den Veranstaltern die Antwort auf die Frage nach der Fortsetzung des Kongresses nicht schwer. "Wir haben viel Zuspruch bekommen. Die Tendenz geht dahin, den Kongress jährlich durchzuführen", zog Mitorganisator Steffen Schoch eine erste Bilanz.
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