Schwarz-Gruppe ist die Nummer zwei im Land (10.09.08)

Von Jürgen Paul

Lidl ist der Wachstumstreiber in der Schwarz-Gruppe.Foto: dpa A3537 Marijan Murat (dpa)

Heilbronn - Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe ist zum zweitgrößten Unternehmen des Landes Baden-Württemberg aufgestiegen. Mit einem Umsatz von 50 Milliarden Euro im vergangenen Jahr hat Schwarz mit seinem Discounter Lidl und den Verbrauchermärkten Kaufland und Handelshof den Stuttgarter Bosch-Konzern auf den dritten Platz verdrängt. Das hat die aktuelle Rangliste der 50 größten Unternehmen im Land ergeben, die die „Stuttgarter Zeitung“ veröffentlicht hat.

Neuer Riese

An der Spitze steht nach wie vor der Stuttgarter Autobauer Daimler mit einem Umsatz von 99,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Doch auch das dürfte sich demnächst ändern, wenn Porsche die Mehrheit bei Volkswagen übernommen hat. Dann nämlich können die Zuffenhausener die Umsätze der Wolfsburger Tochter als eigene Erlöse ausweisen. Mit mehr als 116 Milliarden Euro Umsatz würde der neue Porsche-Konzern damit klar am Konkurrenten mit dem Stern vorbeiziehen.

Aus der Region Heilbronn-Franken finden sich neben der Schwarz-Gruppe noch zwei weitere Firmen in der Liste der 50 größten Unternehmen im Südwesten. Auf Platz elf rangiert der Künzelsauer Schraubenhändler Würth mit einem Umsatz von zuletzt 8,49 Milliarden Euro. Und der Getriebebauer Getrag aus Untergruppenbach schafft es mit Jahreserlösen von 2,6 Milliarden Euro immerhin auf Rang 35. Der Autobauer Audi taucht in der Liste nicht auf, weil sich der Stammsitz in Ingolstadt befindet. Dennoch wird ein nicht unbedeutender Teil des Umsatzes, der 2007 bei 33,6 Milliarden Euro lag, im Neckarsulmer Audiwerk erwirtschaftet.

Starke Pharmahändler

Bemerkenswert ist das gute Abschneiden zweier Pharmahändler, die in der breiten Öffentlichkeit nicht so bekannt sein dürften: Celesio aus Stuttgart kommt auf den vierten Platz (Umsatz: 22,35 Milliarden Euro), Phoenix aus Mannheim folgt auf Rang fünf ((21,6). Der Karlsruher Energieversorger EnBW belegt mit einem Umsatz von 14,71 Milliarden Euro den sechsten Platz.

Blickt man auf die Mitarbeiterzahlen, die sich jeweils auf den Gesamtkonzern beziehen, liegt ebenfalls Daimler mit 272 383 Beschäftigten Ende 2007 an der Spitze. Bosch (271 000) und die Schwarz-Gruppe (260 000) folgen dicht dahinter, während danach lange nichts mehr kommt. Auf Rang vier liegt Heidelberg Cement mit 67 916 Beschäftigten, gefolgt von Würth (63 699).

Auch wenn in der Rangliste Autobauer oder -zulieferer vorne liegen, verfügt Baden-Württemberg über eine breit aufgestellte Wirtschaft. So finden sich neben Maschinenbauern wie Voith oder Trumpf auch Handelsunternehmen wie DM, Zeppelin und Edeka Südwest sowie Vertreter der Computerbranche (HP, IBM) und Spezialisten wie Carl-Zeiss (Optik) in der Aufstellung.

10.09.2008

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