Rommel-Familie und Filmteam zanken sich erneut

Stuttgart/Berlin - Der Streit galt als inzwischen beigelegt -nun ist der Zwist zwischen der Rommel-Familie und dem Filmteam um die Darstellung von „Wüstenfuchs“ Erwin Rommel in einer SWR-Verfilmung neu entbrannt.

Stuttgart/Berlin - Der Streit galt als inzwischen beigelegt -nun ist der Zwist zwischen der Rommel-Familie und dem Filmteam um die Darstellung von „Wüstenfuchs“ Erwin Rommel in einer SWR-Verfilmung neu entbrannt.

Die Enkelin des Generalfeldmarschalls, Catherine Rommel, rügte in einem Interview der „Bild am Sonntag“ („BamS“), dass Szenen des Film-Drehbuchs nachweislich der Darstellung des Buchautors und verurteilten Holocaust-Leugners David Irving entsprängen. „Braune Soße und Ansichten eines Ewiggestrigen darf man nicht im Film verarbeiten“, sagte sie der Zeitung.

Produzent Nico Hofmann hingegen warf der Rommel-Familie Wortbruch vor: Entgegen der Verabredung, über die Dinge im kleinen Kreis zu sprechen, seien Unterlagen gezielt an die Presse gestreut worden, sagte er der „BamS“.

Der SWR-Film „Rommel“ skizziert die letzten Monate im Leben des Wehrmachtgenerals. Die Familie des früheren Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel - Sohn des Generals - kritisiert, dass die Entwicklung Rommels vom Hitler-Bewunderer zum Hitler-Kritiker unzureichend wiedergegeben worden sei. Sie sieht ihren Vorfahren in ein falsches Licht gerückt und wirft dem Skript historische Ungenauigkeit vor. Bis heute ist in Expertenkreisen umstritten, wie der Generalfeldmarschall historisch einzuordnen ist.