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HVG: Gas-Versorgung gewährleistet
Heilbronn/Karlsruhe - Weniger Gas aus Russland sorgt derzeit für eine angespannte Situation bei der Energieversorgung im Südwesten. Allerdings sei die Lage „stabil“ und habe sich sogar ein wenig entspannt, sagte am Mittwoch Marc Pudlatz von der Gasversorgung Süddeutschland in Stuttgart. Die Nachfrage sei angesichts anhaltender Minusgrade aber drastisch gestiegen; gleichzeitig komme weniger Gas aus Russland etwa am Importpunkt Waidhaus in Bayern an. Zahlen konnte Pudlatz nicht nennen. In Deutschland gibt es etwa zehn Importpunkte, an denen das Gas aus Russland anlandet.
An Importpunkten im Norden Deutschlands sei die Gasmenge von russischer Seite nicht gedrosselt worden. „Momentan ist das also ein regionales Problem, speziell im Südwesten“, sagte Pudlatz. Warum Russland gerade an den südlichen Importpunkten gedrosselt habe, „darüber haben wir keine Informationen“, sagte der GVS-Sprecher. Privatverbraucher seien gesetzlich geschützt und daher von Gasengpässen nicht betroffen.
HVG: keine Engpässe
Auch HVG-Geschäftsführer Ataman Turanli sieht bei der Belieferung mit Gas in der Region Heilbronn keine Engpässe. Trotz Medienberichten über Sparaufrufe erwartet er für die nächsten Tage keine Probleme. „Der Gashahn ist nicht zugedreht. Die Versorgung ist gewährleistet.“ Die Heilbronner Versorgungsgesellschaft (HVG) kauft ihr Gas an der Börse in Rotterdam. Ob russisches Gas dabei ist, weiß Turanli nicht.
Wegen des Gasengpasses sei seit vergangenen Freitag Block IV des Karlsruher EnBW-Kraftwerks RDK vom Netz, sagte Maria Dehmer von der EnBW Kraftwerk GmbH und bestätigte damit einen Bericht der „Suttgarter Nachrichten“. Wann das Kraftwerk seinen Betrieb wieder aufnehme, sei noch nicht klar.
Mannheimer Reservekraftwerk zum ersten Mal am Netz
Wegen der anhaltenden Kälte ist am Mittwoch zum ersten Mal das Reservekraftwerk GKM 3 in Mannheim ans Netz gegangen. «Es bleibt sichergestellt, dass der Strombedarf in Baden-Württemberg nicht nur gesichert ist, sondern selbst beim unerwarteten Ausfall eines Kraftwerks kein Engpass entsteht», versicherte Energieminister Franz Untersteller (Grüne) in Abstimmung der zuständigen EnBW Transportnetze AG. Zusätzlich zum Mannheimer Kraftwerk hätten die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Leistung von zwei österreichischen Kraftwerken angefordert, teilte der Minister in Stuttgart mit. Wenn der Bedarf wieder sinke, könnten die drei Kraftwerke flexibel wieder abgeschaltet werden. lsw
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