Archäologen legen neue Funde im Keltenblock frei

Ludwigsburg (dpa/lsw)  Bei einer Live-Bergung wollen Archäologen am Dienstag um 14.00 Uhr neuen Goldschmuck aus dem sogenannten «Keltenblock» freilegen. Dieses Grab einer vor rund 2600 Jahren beigesetzten Fürstin wurde Ende 2010 in der Donauniederung am Fürstensitz Heuneburg entdeckt.

Restauratorin bei der Arbeit im Keltenblock
Der Keltenblock birgt kostbare Schätze. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Die Frau wurde damals dort nahe dem heutigen Herbertingen (Kreis Sigmaringen) beigesetzt. Der Ort gilt als älteste bekannte stadtähnliche Siedlung Deutschlands.

In dem 4 x 5 Meter großen Grab fanden die Archäologen bisher Beigaben in Form von Goldschmuck sowie Bernsteinperlen und mit der Pechkohle Gagat gefertigte Armringe. Der 80 Tonnen schwere Block wurde nach Ludwigsburg transportiert und wird dort abgetragen. Einige Grabfunde sollen von September an in der großen Landesausstellung «Die Welt der Kelten» in Stuttgart zu sehen sein.