Bewährungsstrafe für das Ansparen von Terror-Geld

Karlsruhe (dpa/lsw)  Wegen Terrorfinanzierung ist ein 21-Jähriger aus Weinheim (Rhein-Neckar-Kreis) zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das bestätigte am Donnerstag das Landgericht Karlsruhe.

Ein Richterhammer
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv

Das Gericht sah es erwiesen an, dass der junge Mann mindestens 2000 Euro gespart hatte, um in Rumänien eine Waffe für einen islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland zu besorgen. Er habe «einen gegen Leib und Leben einer Vielzahl von Menschen gerichteten Anschlag» begehen wollen. Hinweise auf ein konkretes Anschlagsziel gab es zwar nicht. Der Angeklagte soll im Internet aber Anschlagsabsichten geäußert und wegen einer Waffe recherchiert haben, so ein Gerichtssprecher.

Der 21-Jährige war am 2. Februar verhaftet worden. Er ist jetzt wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert, die Verteidigung Freispruch. Der Straftatbestand der Terrorfinanzierung ist relativ neu. Der Strafrahmen reicht von sechs Monaten bis zu zehn Jahren Haft. (Az.: 5 KLs 540 Js 3049/17).