Heidelberg wartet: Plan für Verlagerung von Ankunftszentrum

Heidelberg (dpa/lsw)  Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) hat seine Forderung nach einem Zeitplan zur Verlagerung des örtlichen Ankunftszentrums für Flüchtlinge bekräftigt. Zwar habe die Landesregierung der Stadt in einem aktuellen Brief bestätigt, dass sie die Einrichtung nur befristet auf dem Areal betreiben werde.

Heidelbergs OB Eckart Würzner
Heidelbergs OB Eckart Würzner. Foto: Ronald Wittek/Archiv

Wie lange dies aber noch andauern soll, sei weiter offen, teilte die Verwaltung der Neckarstadt am Donnerstag mit. Die ursprüngliche Nutzungsvereinbarung zwischen Stadt und Land für das ehemalige US-Militärgelände Patrick-Henry-Village läuft Ende April 2018 aus.

«Wir brauchen jetzt Verbindlichkeit», sagte Würzner. Er trage eine mögliche Verlängerung des Ankunftszentrums gerne mit, dazu sei aber ein konkretes verpflichtendes Projekt des Landes nötig. «Wir planen dort einen neuen Stadtteil für 10 000 Bewohner und 5000 Beschäftigte und brauchen die Fläche spätestens in zwei Jahren», sagte Würzner. Als möglicher Nachfolgestandort war zuletzt Mannheim im Gespräch.

«Wir werden die Einrichtung natürlich an ihrem künftigen Standort unterstützen», unterstrich Heidelbergs Oberbürgermeister. Die Rhein-Neckar-Region sei bereit, Verantwortung für das ganze Land zu übernehmen. «Das ist ein starkes Zeichen. Hier ist eine gute Lösung möglich. Aber das können wir als Kommunen nicht alleine regeln.»