NSU-Ausschuss: Ex-Liedermacherin will Terroristen nicht gekannt haben

Stuttgart/Heilbronn  Der NSU-Untersuchungsausschuss beleuchtet heute die Bedeutung von Musik für Rechtsextremisten. Das Landtagsgremium in Stuttgart hat dazu einige Zeugen geladen, die früher selbst in der rechten Musikszene aktiv waren.

Von dpa

Landtag Baden-Württemberg
Der Landtag in Stuttgart. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Mit der Befragung früherer Mitglieder der rechten Musikszene versucht der NSU-Ausschuss, Informationen über mögliche Unterstützer der Rechtsterroristen zu bekommen. Eine frühere Liedermacherin beteuerte aber am Montag vor dem Landtagsgremium in Stuttgart, vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) erst aus den Medien nach ihrem Ausstieg aus der Szene etwas gehört zu haben.

Die Rechtsterroristen des NSU sind nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 verantwortlich, darunter 2007 an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn. Das NSU-Trio hielt sich oft in Baden-Württemberg auf, so dass der Verdacht besteht, es könnte hier Helfer gehabt haben.

Die Bekenner-DVD des NSU war mit einem Lied der Rechtsrock-Band Noie Werte unterlegt, die aus Baden-Württemberg stammt.