Theologe Küng: Beförderung von Bischof Müller «katastrophal»

Tübingen (dpa/lsw)  Die Berufung des Regensburger Bischofs Gerhard Ludwig Müller nach Rom ist aus Sicht des katholischen Theologen Hans Küng eine «katastrophale Fehlbesetzung». «Als Präfekt der Glaubenskongregation ist dieser bornierte Scharfmacher fehl am Platz»,

Bischof Gerhard Ludwig Müller
Papst Benedikt XVI.(r) und Bischof Gerhard Ludwig Müller(l). Foto:Federico Gambarini/Archiv

sagte Küng am Montag in Tübingen der Nachrichtenagentur dpa. Wem an einer zeitgemäßen Verkündigung des christlichen Botschaft gelegen sei, der könne an einer solchen Entscheidung verzweifeln.

«Offenbar hat Papst Benedikt nichts gelernt aus der auch in der Kurie kritisierten Fehlbesetzung des Staatssekretariats und anderer Schlüsselpositionen mit restaurativen Gesinnungsgenossen», kritisierte Küng. «Konflikte in der von Skandalen geschüttelten Kurie und römischen Kirche sind mit Müllers Ernennung vorprogrammiert.» Bischof Müller besitze keinerlei Qualifikation für die wichtige Aufgabe im Vatikan. Er sei als Bischof unbeliebt, als Theologe ohne Relevanz und als Ökumene-Verantwortlicher eine Belastung.