Hagel: Brauchen in der CDU mehr junge Köpfe in Verantwortung

Stuttgart  Der Generalsekretär der Südwest-CDU, Manuel Hagel, fordert nach dem schlechten Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl mehr junge Politiker mit Führungsaufgaben in der Partei. Zudem solle die Partei ihr konservatives Profil schärfen.

Von Michael Schwarz und dpa

Nach der Bundestagswahl - CDU Baden-Württemberg
Der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, Manuel Hagel. Foto: dpa

Der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, Manuel Hagel, unterstützt für Forderung des Chefs der Jungen Union, Paul Ziemiak, nach einer Verjüngung der CDU. „Wenn nicht nach so einer Wahlniederlage, wann dann ist es Zeit zum Nach- und Umdenken? Ohne Zweifel würde es unserer Partei guttun, ein paar junge Köpfe mehr in verantwortungsvollen Positionen gestalten zu lassen und sie damit auch ins Schaufenster zu stellen“, sagte Hagel der „Heilbronner Stimme“.

Ebenfalls richtig findet Hagel die Forderung Ziemiaks, die Union müsse ihr konservatives Profil schärfen. Hagel: „In der CDU sind Mitglieder, die sich eher dem Liberalen, dem Christlich-sozialen oder auch dem Konservativen zurechnen. Alle sind Christdemokraten. Klar ist aber auch, dass die Konservativen in den letzten Jahren etwas gelitten haben.“

Verjüngung der CDU

Ziemiak hatte zuvor Konsequenzen aus dem schlechten Ergebnis seiner Partei bei der Bundestagswahl gefordert. Um zur AfD gewanderte Unionsanhänger zurückzugewinnen, müsse die Union ihr konservatives Profil wieder schärfen, sagte Ziemiak der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor dem an diesem Freitag beginnenden Deutschlandtag des Unions-Nachwuchses in Dresden. Im selben Zug forderte Ziemiak eine Verjüngung von CDU und CSU. Die Schärfung des Profils müsse sich auch in Personalentscheidungen niederschlagen. „Wir brauchen junge, unverbrauchte Köpfe in Regierung, Fraktion und Partei.“

In der Union wird nach den Wahlverlusten über die richtige Aufstellung von CDU und CSU diskutiert. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer wollen am Sonntag versuchen, eine gemeinsame Linie für die Jamaika-Verhandlungen mit FDP und Grünen zu finden.