Grüne fordern Naturschutzkonzept

Stuttgart  Die Landtagsfraktion der baden-württembergischen Grünen fordert die Regierung auf, mehr für den Naturschutz zu tun. Dazu haben die Parlamentarier einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet. Kosten: voraussichtlich rund 15 Millionen Euro.

Von Michael Schwarz

Der Landtagsfraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Schwarz. Foto: Lino Mirgeler (dpa)

Die Landtagsfraktion der Südwest-Grünen hat am Mittwoch bei ihrer Klausur in Ettlingen im Kreis Karlsruhe einen Zehn-Punkte-Plan zur Biodiversität verabschiedet. "Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um die Schäden an der Tier- und Pflanzenwelt auszugleichen. Dafür sind in dieser Legislaturperiode weitere wirkungsvolle Maßnahmen notwendig", sagte Andreas Schwarz, Vorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion, gegenüber der Heilbronner Stimme.

Das Papier zu dem Zehn-Punkte-Plan liegt unserer Zeitung vor. Vor allem in den landwirtschaftlich genutzten Gebieten gehe die biologische Vielfalt im Südwesten dramatisch zurück, so Schwarz weiter. Deswegen müsse die Naturschutzstrategie des Landes weiterentwickelt werden.

Kosten: voraussichtlich rund 15 Millionen Euro

Teil des Zehn-Punkte-Planes sind unter anderem die schnelle Erfassung von den vom Aussterben bedrohten Insektenarten, der Ausbau der ökologisch-wissenschaftlichen Lehre an den Hochschulen, die Wiederherstellung von Naturschutzgebieten, die Umsetzung eines landesweiten Biotopverbunds, die Herstellung von Naturerfahrungsräumen in städtisch geprägten Gebieten, die Entwicklung einer Pestizidreduktionsstrategie oder auch die Einrichtung von Bio-Musterregionen.

Die Grünen-Fraktion drängt darauf, dass ihr Naturschutzkonzept von der Landesregierung umgesetzt wird. Die Kosten belaufen sich nach Angaben von Schwarz auf etwa 15 Millionen Euro.