Gönner will Atomkonzerne zum Einlenken zwingen
Stuttgart/Neckarwestheim - Baden-Württembergs Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) will die Atomkonzerne zur Abgabe von mindestens 50 Prozent ihrer Erträge aus der Verlängerung der Reaktorlaufzeiten zwingen. Unterdessen ist nach Medieninformationen bei der FDP die Stilllegung des Reaktors Neckarwestheim 1 schon 2010 im Gespräch.
Kommentare
10 Kommentare-
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Abstatter
(60) am 08.10.2009 13:51 Uhr
Kernkraft
Kaum das eine Laufzeitverlängerung in die Disskusion kommt ,stehen schon ganze Reihen von Hühnerdieben und wollen an den -astronomischen- Gewinnen der Stromkonzerne beteiligt werden.
F.C.Matthes vom Ökoinstitut sollte sich einen Taschenrechner zulegen ,weil er völlig daneben liegt mit den Profiten von 1 bis 2,2Mill.€/pro Tag.Im Ansatz hat er dennoch recht,
natürlich verdienen die Konzerne mit der Energie viel Geld und sollten die Strompreise senken bzw. dem Markt anpassen.
Wenn Frau Gönner bei einer Laufzeitverlängerung an die maßlosen Gewinne will, dann sollten diese den zuviel zahlenden Stromkunden zugute kommen.
Denen gehören die Profite und nicht dem Markt von erneuerbaren Energien. Der wird schon genug,zu Lasten des Verbrauchers, duch das Strom-Einspeisegesetz gefördert. -
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auch-von-hier
am 08.10.2009 23:51 Uhr
Mogelpackung
Wie Abstatter sehe ich in dem angeblichen Abschöpfen der Atomgewinner keine Lösung, aber aus ganz anderen Gründen. Diese Gewinnabschöpfung würde erst in ein paar Jahren wirksam und wäre durch die Konzerne leicht zu unterlaufen. Vor allem aber ist es absurd, erst die Energiewende durch AKW-Weiterbetrieb zu blockieren und dann zum Trost wieder ein paar Euro in diese Richtung zu schieben.
Das Wort "Hühnerdiebe" scheint mir vor allem auf die Stromkonzerne zu passen, die die Steuerzahler abzocken, indem sie alle Atomfolgekosten auf den Staat abwälzen. Die Zahlen von mindestens 1 Mio. Euro Zusatzgewinn pro altem AKW und Tag sind seit längerem unbestritten, da sollte sich Abstatter mal informieren. Z.B. bei den LBBW, die von bis zu 230 Milliarden Zusatzgewinne für die Konzerne durch Laufzeitverlängerung ausgeht.
Der Verbraucher, der mit einer kleinen monatlichen Umlage über das EEG die Erneuerbaren Energien fördert, investiert damit vor allem in seine eigene Zukunft. Eine der besten Investitionen, die man machen kann.
Kommentar zu den Koalitionsverhandlungen:
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Abstatter
(60) am 09.10.2009 10:53 Uhr
Mogelpackung
-Wir! haben die Kraft?- Halt ,gerade ist gewählt worden und das Themea Kernenergie wurde durch unseren Umweltminister thematisiert. Die Wahl ist anders ausgegangen wie Sie es sich gewünscht haben. Das Ergebnis ist eine Wahl auch für die Kernkraft. Die Grünen sind in der Opposition und könnten dort als Gegenpol für eine sinnvolle Energiepolitik eintreten.
Das traue ich ihnen nicht zu und wir haben in den letzten Jahren eine Art Umweltdiktatur erlebt. Alle regenerativen Energien werden hochgepriesen,bezuschusst und von allen Zweifeln befreit.
Die Wirklichkeit sieht man an der Nordseeküste.Auf einem Deich stehend ,sehen sie das Wattenmeer(Naturschutzgebiet)und hunderte Windräder auf der anderen Seite.Für mich jedesmal erschreckend ,wie eine Landschaft so verbaut werden kann.
Firmen mieten die Dächer der Bauern um Fotovoltaikanlagen zu installieren und haben gesicherte Einnahmen über 20 Jahre,allerdings stark bezuschusst.Tolle Sache,hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun und die Verbraucher zahlen es über den Strompreis.
Da gibt es nichts zu verniedlichen. Das bisschen Ökosteuer (eine der unsinnigsten Steuern),das Einspeisegestz sind wahrhaft Größen die man sich auf seiner Stromrechnung anschauen sollte.
Es wird Zeit für eine sachlichere Energiepolitik.Da können Frau Gunda Röstel(Wasserwirtschat),Herr Joschka Fischer (BMW) und Herr Schlauch (EnbW)bestimmt ihren Einfluss geltend machen. -
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1899
(45) am 09.10.2009 15:29 Uhr
@auch von hier: kleine monatliche Umlage?
Zitat Spiegel online:"Jetzt ist die Große Koalition abgewählt, und die Folgen der Gabrielschen Förderpolitik werden ersichtlich. Der Solar-Weltmeister heißt nicht Deutschland sondern China, die Job-Effekte der Öko-Subventionen sind minimal, und die Stromkunden bleiben auf Milliardenschulden sitzen.
Konkret kommen auf die Bürger Kosten von mindestens 27 Milliarden Euro zu. Das entspricht rund 1000 Euro für eine dreiköpfige Familie. Dies geht aus einer Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und aus einer Berechnungstabelle des Solarmagazins "Photon" hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegen.
Der Grund ist die hohe Ökoförderung, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschrieben ist: Betreiber von Solaranlagen bekommen 43 Cent pro Kilowattstunde - fünfmal mehr, als konventioneller Strom an der Energiebörse kostet. Die Mehrausgaben müssen die Verbraucher tragen, und das 20 Jahre lang. Denn so lange ist die Solarvergütung garantiert.
Mit anderen Worten: Eine Solaranlage, die heute installiert wird, verursacht auch in 20 Jahren noch Kosten. Experten sprechen von "Solarschulden"."
Weitere Infos:
Gabriels Solarpolitik hinterlässt Milliarden-Schuldenberg -
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saporo
(47) am 09.10.2009 01:56 Uhr
wird da der Ausstieg gekippt ?
Man darf davon ausgehen, das der Steuerzahler die Gewinne weiter subentioniert, da das Zwischenlager Endlager und Transport ja in die Hände der Steuerzahler gelegt wird und auch die ganze Forschung vorher, den Gewinn streichen aber nur die Großen ein.
Die Wirklichkeit ist aber anders, die wenigen die es wissen was Atomstrom wirklich kostet können das Wissen der Allgemeinheit nicht vermitteln.
Dazu läuft eine gigantische schönreden Maschinerie und die Wahrheit bleibt irgendwo auf der Strecke.
Die geht genauso unter wie unsere Kommentare, die wenigen Leute die sich aufregen und etwas ändern möchten sind die, die sich noch rühren, der Rest ist schon zu müde.
Was juckts uns wenn unsere Enkel in Teilen des Landes nicht mehr leben können und das Trinkwasser belastet ist. -
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wirwilhelm
am 09.10.2009 08:31 Uhr
Weiter oben in einem roten Plakat
behauptet irgend jemand, dass "wir" die Kraft haben. Nun wurde doch gerade erst gewählt und die Kraft haben aber jetzt "anderen". Ich verstehe das einfach nicht.
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waldlaeufer
am 09.10.2009 12:29 Uhr
zur Erklärung:
"Wir" haben mit knapper Mehrheit schwarz/gelb gewählt trotz dem Ausstieg aus dem Ausstieg. Umfragen der HSt ergeben, dass die Mehrheit der Menschen für den Atomausstieg ist. Andere Meinungumfragen zeigen, dass die Mehrheit eigentlich gar keine wesentlich andere Politik erwartet als bisher.
Und außerdem hätte nach den Stimmen der Wähler auch eine rot/schwarze Regierung wie bisher weiterregieren können.
Wieso sollte sich an der Atompolitik der letzten Jahre eigentlich grundsätzlich etwas ändern?
Die Mehrheit will weiterhin den Ausstieg und selbst die Energiekonzerne setzen von sich aus immer mehr auf bisher alternative Energieen, weil sie wissen, was wir in Zukunft brauchen und womit auf Dauer auch Geld zu verdienen ist. -
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wirwilhelm
am 09.10.2009 14:24 Uhr
an Waldläufer
Nach deiner Äußerung, wenn ich das richtig verstehe, haben die Leute an den Umfragen, jedoch nicht an der Wahl teil genommen (?)
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dirk001
am 09.10.2009 16:26 Uhr
Heute hü morgen hot, an was kann sich der Bürger eigentlich noch halten? Früher gab es einmal einen Rechtsgrundsatz: PACTA SUND SERVANDA Verträge müssen gehalten werden. Wie verhält es sich eigentlich da in staatlicher Hinsicht mit der „Vertragstreue“ gegenüber seinen Bürgern bzw. mit der Verlässlichkeit von Gesetzen? Kann jede Bundesregierung ändern was sie will nach dem Motto rein in die Pantoffeln raus aus den Pantoffeln ? Unsere Herren und Damen in der großen Politik planen doch schon auf Veranlassung des rosaroten Panthers der FDP Guido“Mr 18%“ Westerwelle den Ausstieg aus dem Atomausstieg.
Kann mir mal irgendjemand erklären warum wir Bürger uns das ohne massive Gegenwehr eigentlich immer noch gefallen lassen? -
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henschel
am 09.10.2009 22:59 Uhr
@dirk001
Ich will mal versuchen zu erklären, warum wir Bürger uns das ohne massive Gegenwehr immer noch gefallen lassen.
Viele Menschen glauben immer noch, man könne ja sowieso nichts machen und wissen garnicht, wie viel Macht sie hätten, wenn diese es nur wollten. Es liegt wohl hier auch an den Leidensdruck, welcher offensichtlich nicht groß genug ist, wie seinerzeitig in der DDR, wo dann eine große Anzahl von Leipziger aufgestanden sind und eindeutig zum Ausdruck gebacht hat, wer das Volk ist.
Ebenso sei noch eine grundsätzliche Frage erlaubt: Warum unsere politischen Entscheidungsträger sich so schwer tun, eine umweltgerechte Gesellschaftspolitik zu betreiben?
Die Natur hat alle erneuerbare Ressourcen, wo der Mensch braucht und muss nur kreativer und intelligenter umgesetzt werden.
Aktuell gehen wir wohl aber eher wieder einen Schritt zurück.
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